Elfi Törper
In Aukrug-Bargfeld lebte seit 1979 die Hobby-Künstlerin Margarete Elfriede „Elfi“ Törper, geb. Pulter (*1922, †). Sie war verheiratet mit Hans Werner Törper. Landschaftsmalereien aus dem Naturpark Aukrug und handgefertigte Puppen wie dem "Aukrug Mann" machten sie bekannt. Das folgende Portrait erschien im Januar 1982 in der Hohenwesteder Kreiszeitung
Portrait der Künstlerin Elfi Törper aus Aukrug
Seit 1979 lebt in Aukrug-Bargfeld eine Künstlerin, die mit ihren Landschaftsmalereien mit Motiven aus Aukrug und Umgebung bereits viele Bewunderer gewonnen hat.
Die Malerei hat die in Ostpreußen geborene Elfi Törper von der Pike auf gelernt. Mit 17 Jahren hatte sie das Glück, bei einer damals bekannten Greifswalder Künstlerin Unterricht in Bleistiftzeichnen zu erhalten. Dort lernte sie die wichtigsten Techniken und vor allem die Wiedergabe des räumlichen Lebens auf Papier. Technische Gegenstände, Landschaften und Gebäude waren ihre ersten Objekte.
Nach dem Krieg wohnte Elfi Törper mit ihrer Familie lange Zeit in Hamburg, wo sie jedoch nur gelegentlich zum Malen kam. Seit sie in Aukrug wohnt, hat sie sich ihrer Leidenschaft umso intensiver gewidmet.
Aus den Bleistiftzeichnungen wurden inzwischen Ölgemälde. Bei der Farbgebung hat Elfi Törper sich keinen anderen Künstler zum Vorbild genommen, sondern sie hat ihren eigenen Stil entwickelt, der mit seiner natürlichen Wiedergabe der breiten Bevölkerung gefällt und nicht nur für ein geschultes Künstlerauge gedacht ist. Das Motiv ihrer Bilder ist meist schon nach wenigen Stunden auf die Leinwand gebracht; die Ausarbeitung der für sie wichtigen Details bedarf jedoch noch vieler Stunden in Ruhe und Muße, ohne daß dann eine „Photografie” auf der Leinwand zu sehen ist.
Die Themen ihrer Bilder beziehen sich meist auf den Naturpark Aukrug; so hat sie die Bünzer Wassermühle oder „Dat ole Hus” zu verschiedenen Jahreszeiten gemalt oder sich dem Boxberg oder alten Bauernhäusern gewidmet. Als Vorlage dienen ihr selbst angefertigte Skizzen oder Fotos. Bei schönem Wetter malt sie jedoch am liebsten in freier Natur.
Elfi Törper hat im vergangenen Jahr die stolze Zahl von 21 Bildern erstellt, die sie auf Hobby-Ausstellungen bereits mehrfach gezeigt hat. An eine eigene kleine Ausstellung ist eventuell in diesem Jahr gedacht. Elfi Törper malt jedoch nicht ausschließlich zur eigenen Freude, sondern verbindet ihre Leidenschaft auch mit einer Aufbesserung ihres. Lebensunterhalts, indem sie Bilder verkauft und auf Bestellung malt. Obwohl die Malerei ihre eigentliche Zuneigung ist, wurde die vielseitige Künstlerin in Aukrug zunächst durch ihre Puppen bekannt, die sie auch vielen verschiedenen Stoffen und anderen Materialien in Handarbeit herstellt. Besonders der vom Aukruger Landtagsabgeordneten getaufte „Aukrug-Mann” schmückt heute das Zimmer vieler Politiker wie zum Beispiel Ministerpräsident Dr. Gerhard Stoltenberg oder Minister Flessner.
Als „Bewegungsausgleich” hat Frau Törper, die in Hamburg ein Mannequin-Schule besuchte, eine Step-Tanz-Gruppe mit Bargfelder Kindern gegründet. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich die Gruppe aus begeisterten Kindern so gesteigert, daß bereits erste Auftritte gegeben wurden und alle Kinder weitermachen wollen.
(Text und Fotos: Holger Hauschildt)
Fotos im Artikel
Die im obigen Zeitungsartikel erwähnte geplante eigene Ausstellung fand im Mai 1982 in der Bünzer Wassermühle statt. Auch davon zeugt ein Zeitungsartikel.
Ausstellung in der Bünzer Wassermühle
Elfi Törper stellt in Aukrug aus
Ölgemälde in der Wassermühle
AUKRUG (hau). In der historischen Bünzer Wassermühle aus dem 16. Jahrhundert hat die Freizeitkünstlerin Elfi Törper eine Dauerausstellung eröffnet. Aukrug verfügt damit über ein weiteres kulturelles Angebot.
An jedem Wochenende zeigt Frau Törper (Foto) in der rustikalen Atmosphäre von riesigen hölzernen Zahnrädern und Mühlensteinen ihre schon weit über die Grenzen Aukrugs hinaus bekannten Ölgemälde und Puppen. Nachdem sie mit ihren jüngsten Ausstellungen in Rendsburg, Neumünster und Kiel sehr zufrieden war und aus den Kritiken viel dazugelernt hat, erfüllte sie sich den langersehnten Wunsch einer eigenen Dauerausstellung.
Mit der Unterstützung des Mühlenbesitzers und vieler Nachbarn und Kinder aus dem Ortsteil Bargfeld, in dem Frau Törper wohnt, wurden die Räumlichkeiten angemessen hergerichtet, ohne jedoch etwas an der unter Denkmalschutz stehenden Mühle zu verändern.
Ihre Ölgemälde, die sie während der Ausstellungszeiten verkauft, zeigen meist Motive aus der schleswig-holsteinischen Landschaft. Motive, die sie mehrfach malt, sehen bei ihr immer wieder anders aus, da sie nicht kopiert, sondern jedesmal andere Stimmungen oder Perspektiven wiedergibt.
Ohne fotografisch genau zu sein, sind ihre Werke nicht nur für Kunstkenner gefällig anzusehen und zu bewundern.
Bekannt wurde Elfi Törper auch durch ihre handgefertigten Stoffpuppen, zu denen auch der „Aukrugmann“ gehört. Die Puppen, die unter ihren Händen aus einer Vielzahl verschiedener Stoffe in einer besonderen Technik entstehen, sind ebenfalls auf der Ausstellung zu sehen, die sonnabends und sonntags jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet ist.
Wer Spaß am Malen hat und das Hobby vertiefen möchte, kann bei Elfi Törper auch Malunterricht nehmen. Da sie alle Techniken „von der Pike auf gelernt hat, wird sie, von den Grundbegriffen über Bleistiftzeichnungen, Perspektiven erkennen lernen bis hin zu Ölarbeiten sicher eine gute Lehrerin sein. Interessenten können sich während der Ausstellung oder telefonisch unter der Nummer 04873/1400 informieren.
(Text und Fotos: Holger Hauschildt)