Archiv:Straßen und Wege (Bünzen 1967)

Aus Aukrug Geschichte Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Beim Betonieren der Fahrbahnplatte und Gesimse mit Transport-Betonmischer
Beim Straßenbau
Alter Wanderweg. Der Landschaftsplan des Landes Schleswig-Holstein sieht vor, daß Wanderwege geschaffen werden sollen. Dieser Wanderweg wurde im- Zuge der Flurbereinigung in unserem Wald als Spurbahn mit ausgebaut
Dorfstraße mit Wegweiser nach Böken und Bünzerfeld

Straßen und Wege

Seit der Währungsreform wurden an unserem Wegenetz folgende Verbesserungen durchgeführt.

Ortsbeleuchtung:

  • 1958 wurden die ersten sechs Leuchten unserer Ortsbeleuchtung erstellt: Die Anlage wurde
  • 1965 urn weitere sechs Leuchten erweltert. Damit ist die Ortschaft voll beleuchtet.

Straßenbauten:

  • 1952 Unsere Ortsstraße wird von einem holprigen Pflaster in eine feste Konkrelitdecke verbessert Kostenaufwand DM 1l8 000,-
  • 1955 Die Bundesstraße 430 wird als Neubaustrecke in der Längsrichtung durch die Bünzer Gemarkung gebaut. Ein Radfahrweg ist von der Fahrbahn getrennt. Damit ist ein Teil von Bünzerfeld rnit dem Dorf durch eine feste Straße verbunden. Der Weg nach

Innien wird als Schwarzdecke mit gebaut.

  • 1955 Der Bund übernimmt die Kosten der Anschlußstraße an das Dorf, eine Strecke von ca. 8oo Metern, Ausbau in Bitumen. Kostenaufwand DM 25 000,-
  • 1957 Wirtschaftswegebau in einer Länge von 1160 Metern, Kostenaufwand DM 5o 000,-
  • 1961 Ortsverbindung nach Böken, 7oo Meter, Kostenaufwand DM 28 000,-
  • 1967 Erneuerung der Verschleißdecke im Ortsverbindungsweg nach Innien, 6oo Meter, Kostenaufwand DM 8 000,-

1965 Neubau der Brücke über die Biünzau, 30 t Tragfähigkeit, Kostenaufwand DM 95 000,-

  • 1965 Einleitung der Flurbereinigung Bünzen
  • 1966 Bau der Spurbahnen in den Wirtschaftswegen 6o x 8o x 6o cm, 11 cm dicke Ortbetonschicht, 2640 Meter / 8o x 8o x 8o cm, 13 cm dicke Ortbetonschicht, 3980 Meter / Vollbetonbahnen, 13 cm dicke Ortbetonschicht, 2640 Meter / Grandwege 930 Meter, Ausbaukösten dieser Wege DM 334 507,-
  • 1966 Ausbau der restlichen Wirtschaftswege als Schwarzdecken 3350 Meter, Kostenaufwand DM 200 000,-

Abschließend kann festgestellt werden, daß die Gemeinde Bünzen ohne die B 43o ein ca. 15 km ausgebautes Wegenetz hat und hierfür in der nächsten Zeit keine Aufwendungen zu leisten hat. Sie hat neben der günstigen äußeren Verkehrslage zum Markt eine beste innere Verkehrslage, sehr zum Wohle unserer Landwirtschaft und der ganzen Einwohnerschaft des Dorfes. Die 1667 durchgeführte Erneuerung der Ortsstraße rundet das saubere Straßennetz in Bünzen fast bis zur Vollkommenheit ab. Die Gemeinde Bünzen hat bedeutende Eigenleistungen erbracht. Es stehen nur noch zwei kleine Darlehen von insgesamt DM 17 000,- als Restbeträge aus. Eine beachtliche Leistung, wenn man bedenkt, daß unsere ca. 3oo Einwohner zählende Gemeinde für DM 330 000,- Wege gebaut hat. In der Flurbereinigung Bünzen baute die Teilnehmergemeinschaft für DM 534 507,- Wege aus.

Da die B 45o unsere Gemeinde mit einer Länge von 4 km durchschneidet und von den landwirtschaftlichen Fahrzeugen stark benutzt wird, zumal die Hälfte der landwirtschaftlich genutzten Fläche ienseits der Straße liegt und der Kreuzungsverkehr stark ist, haben wir in der Flurbereinigung einen Entlastungsweg parallel zur B 430 gebaut. Es wurden von uns 7 Feldwegauffahrten beseitigt und 34 Koppelauffahrten gesperrt. Als Gegenleistung dazu ist der Bund bereit, eine kreuzungsfreie Überfahrt zu schaffen. Die Kosten in Höhe von DM 400 000,- will der Bund allein tragen. Dadurch würde für uns der Idealzustand geschaffen, daß das Dorf keine Störung des Verkehrs zu befürchten hätte. Aber auch für den Bund würde ein Vorteil entstehen, nämlich daß die langsamen landwirtschaftlichen Fahrzeuge und die Viehdriften den Verkehr auf der schnellen Betonstraße nicht behindern.

Die B 45o ist eine sehr schnelle Straße und wird nach Fertigstellung der Autobahn zwischen Neumünster und Wasbek (Entfernung von Bünzen etwa 8 km) eine große Verkehrsdichte aufweisen. Der Bäderverkehr zur Nordsee ist über diese Straße vorgesehen. So rückt ein kleines, abseits gelegenes Dorf in den Vordergrund und wird interessant.

Das Straßenoberwasser wird durch eine Ortskanalisation abgeführt; fast jeder Hausbesitzer hat einen Kanalisationsanschluß für sein Regenwasser. Auch im Ortsteil Bünzerfeld ist dieser sicherlieh nicht überall vorhandene Vorteil gegeben.