Wasbek

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Neumünster und Wasbek auf dem Auschnitt einer Karte, die vermutlich zwischen 1880 und 1887 gedruckt wurde. Die Westbahn ist schon eingezeichnet und die Iloh-Heide noch nicht aufgeforstet.

Wasbek, früher auch Werkebike oder Wersbeke genannt, ist eine Gemeinde im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein.

Historische Beschreibung

Wasbek (vormals Werkebike, Wersbeke), Dorf am Aalbek, 1/2 Meile westlich von Neumünster, Amt und Kirchspiel Neumünster. Dieses in einer Ebene belegene Dorf gehört zu den größten im Amte und enthält 12 Vollhufen, 2 Halbhufen, 3 Drittelhufen, 2 Sechstelhufen, 1 Zwölftelhufe, 2 Vierundzwanzigstelhufen und 2 Achtundvierzigstelhufen (9 15/16 Pflug). Die eine Halbhufe ist vor einigen Jahren nördlich vom Dorfe angelegt und zu derselben sind cirka 100 Tonnen Land gelegt; sie wird auf dem Wasbekerfeld (Wasbekermoor) genannt.

Areal: 1.532 Steuertonnen und außerdem etwa 1.048 Tonnen Haide- und Weideland, von dem schon ein Theil urbar gemacht ist. Der Boden ist im Laufe der Zeit durch Bemergelung sehr verbessert; die Wiesen sind moorigt und enthalten Eisenerz. Einzelne Ländereien heißen: Barmenkamp, Bullenbekskamp (siehe Bulligstide), Maxhornkoppel, Heischkoppel, Rothenhörn, Ohe, Dammersloh, Ohlland, Mühlenbekswiese, Bahrenbekswiese, Fuhlenbekswiese und Dalloh. Einige Eingesessene besitzen cirka 12 Tonnen Nadelholz. Nördlich vom Dorfe liegt die Iloh, eine Haidestrecke (siehe Böken), von der ein Theil an die Hufner bei Aufhebung der Festequalität von der Landesherrschaft vertheilt ist. Außerdem liegen hier noch cirka 700 Tonnen landesherrschaftlicher Gemeinheitsgrund, welcher von der Dorfschaft zur Viehweide, zum Haidemähen und Torfstich benutzt wird. Mit Plaggentorf wird ein bedeutender Handel getrieben.

Außer dem Aalbek (siehe Krogaspe) und dem Bullenbek (siehe Bulligstide) fließen durch die Feldmark der Eekbek, der vom Timmasper Felde kommt, auf der Scheide durch die Iloh-Haide fließt und in die Timmasper-Au sich ergießt, sowie der Baarenbek, der in die Bünzener-Au fällt. Auf der Redderbergskoppel sind 5 Grabhügel und auf der Ohkoppel einer. Das Kloster Neumünster besaß hier schon vor 1200 eine Hufe. Im Landregister von 1632 werden 2 Wiesen Sedlow und Mönksvieh genannt. Das Dorf hatte damals Abgaben an die Wittorfs nach Brammer und Hoftage nach Brokenlande zu leisten. Am 11. Juli 1817 beschädigte eine Windhose hier 39 Gebäude, welcher Schaden zu 2.400 Reichsthaler vormaliges Courant taxirt ward.[1]

Weblinks

Einzelnachweise