Archiv:Vorwort (1978)

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Heinrich Bünger

Vorwort zur 3. Auflage

Es sind noch nicht 20 Jahre nach dem Erscheinen der 2. Auflage der „Geschichte des Aukrugs" vergangen, da ist sie auch schon vergriffen. Der Kreis der Leser· und Freunde des Buches hat sich erheblich erweitert. Nicht nur die alteingesessenen Familien des Aukrugs, sondern auch die Neubürger und Gäste der Gemeinde sind an der Darstellung der Geschichte interessiert, so dass eine Neuauflage erforderlich erscheint.

So wie Georg Reimer sich bei seiner Arbeit an der 2. Auflage bemüht hat, die geschichtlichen Verhältnisse der früheren Zeiten bis in den Anfang unseres Jahrhunderts aufzuzeigen, so musste in einer 3. Auflage der Versuch gemacht werden, die Verhältnisse des Aukrugs bis in die Gegenwart darzustellen. Geschichte hört nie auf, sondern schreitet unaufhaltsam fort. Was heute Gegenwart ist, ist morgen schon Vergangenheit und damit Geschichte geworden. Um des verstorbenen Verfassers Werk lebendig bleiben zu lassen, war die inhaltliche Weiterführung bei wortgetreuer Wahrung des alten Textes eine sich mir stellende Aufgabe.

Die Entwicklung des Aukrugs nach dem Zweiten Weltkrieg ist so bedeutsam, dass sie in der Aukrug-Chronik nicht fehlen darf, Dem haben Bürgermeister und Gemeindevertretung Rechnung getragen, als sie beschlossen, anlässlich der 850-Jahr-Feier der Gemeinde im Juli 1978 eine erweiterte Neuauflage durch die Bereitstellung der erforderlichen Mittel zu ermöglichen. Der Gemeinde Aukrug sei dafür herzlich gedankt und dieser Dank ausgedehnt auf die örtlichen Bankinstitute, die ihre finanzielle Unterstützung zugesagt haben. Ein gütiges Schicksal hat es gefügt, dass Frau Catharina Reimer, die in den Jahrzehnten der angespannten Arbeit ihres Mannes manche Entsagung auf sich nehmen musste und doch stets mit großer Anteilnahme und innerer Bejahung zu seinem Schaffen stand, in ihrem 94. Lebensjahr noch die Neuauflage stellvertretend für ihren Mann erleben und sich in Erinnerung an ihn daran freuen kann. Für ihr gütiges Einverständnis, eine Erweiterung des Buches vorzunehmen, sei ihr auch an dieser Stelle herzlich Dank gesagt. So übergebe ich nun die 3. Auflage der „Geschichte des Aukrugs" der Öffentlichkeit in der Hoffnung, dass sie dazu beitragen möge, die Liebe zur Heimat und den Respekt vor den Leistungen der Väter zu erhalten und zu pflegen.

Aukrug, den 24. Juni 1978 Heinrich Bünger