Fritz Witt

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Fritz Witt war von Januar bis Oktober 1946 und von 1949 bis 1966 Bügermeister von Innien.

Im Zusammenhang mit dem bemerkenswerten Aufschwung in unseren Dörfern sind eine Reihe von maßgebenden Persönlichkeiten des offiziellen Lebens genannt worden. Ein Mann ist dabei nur wenig in Erscheinung getreten, obgleich er sich um den Aukrug und besonders um Innien im Laufe vieler Jahre große Verdienste erworben hat und mit der Geschichte des Aukrugs immer verbunden bleiben wird: Fritz Witt.

Sein Einsatz für sein Heimatdorf und eine bürgerliche Selbstverwaltung ist Anlaß geworden, ihm von der Landesregierung Ende Oktober 1967 die bedeutsame Freiherr-vom-Stein-Gedenkmedaille zu verleihen. Die Presse schreibt dazu am 3. November 1967:

„Unter den 43 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die sich wegen besonderer Verdienste um ihre Mitmenschen und um die kommunale Selbstverwaltung verdient gemacht hatten und vorige Woche durch den Innenminister Dr. Schlegelberger mit der Freiherr-vom-Stein-Gedenkmedaille ausgezeichnet wurden, befand sich auch der frühere Bürgermeister Fritz Witt aus Innien. Diese hohe Auszeichnung trifft mit Recht einen verdienstvollen Mann, der sich in seiner eigenwilligen Art seit mehreren Jahrzehnten für die Belange Inniens und des Aukruges mit ganzer Kraft eingesetzt hat. Schon im Dezember 1928 wurde er Mitglied der Gemeindevertretung von Innien und setzte sich besonders für den Ankauf des jetzigen Gemeinde und Amtsgebäudes ein. Im Bauausschuß verstand er die Zeichen der Zeit und setzte den Bau einer Turnhalle durch. Als er am 17. Januar 1946 zum Bürgermeister von Innien ernannt wurde, plante und verwirklichte er viele Vorhaben, die der Zeit vorauseilten und damals von manchen nicht verstanden wurden.

Er hatte eben mit seiner harten und eigenwilligen Persönlichkeit den Mut zum Ungewöhnlichen. Und daß er letztlich recht hatte, zeigte die weitere Entwicklung von Innien. Unter seiner Leitung entstand 1950 der Aufbauzug. Seine große Liebe zur Jugend bewies er weiter durch den Bau eines Jugendheimes und durch den weiteren Ausbau der Turnhalle.

Mit seltener Zielstrebigkeit hat er das Schulwesen vorangetrieben. Der Aufbauzug konnte ein neues Heim beziehen, was zugleich der Grundstein für die kommende Dörfergemeinschaftsschule des Aukruges bedeutete. Vorbereitet hat er weiter im Rahmen der laufenden Dorferneuerung die Gemeinschaft der fünf Aukrugdörfer mit dem Mittelpunkt Innien.

Aber das ist noch nicht alles! Er hat noch viele andere Ehrenämter innegehabt. Wir nennen nur diese:

Stellvertretender Amtmann des Aukruges, Vorstandsmitglied im Fürsorgezweckverband Nortorf-Land, Schätzer für das Statistische Landesamt, langjähriger Ortsbauernvorsteher, Vorstandsmitglied des Wasser- und Bodenverbandes Buckener Au und schließlich Mitglied des Bauausschusses des Rentnerwohnheimes in Innien, das auch seiner Vollendung entgegensieht.

Landrat Jacobsen hatte schon vor zwei Jahren in einer kleinen Feierstunde zum 20jährigen Jubiläum von Fritz Witt als Bürgermeister von Innien recht, als er sagte, daß er in schwerer Zeit unbürokratisch zugepackt hat, ohne nach Dank und Anerkennung zu fragen. Er ist der Motor, so sagte der Landrat, des kommunalen Lebens der Gemeinde und Vater des harmonischen Lebens zum Amt Aukrug und zum Landkreis Rendsburg."

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