Patenbatterie der Gemeinde Aukrug

Aus Aukrug Geschichte Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Präsentation auf der 850-Jahr-Feier 1978 (Panzer)
Der Gedenkstein für das Beobachtungsbataillon 63 im Ehrenhain der schleswig-holsteinischen Artillerie in Kellinghusen.
Präsentation auf der 850-Jahr-Feier (Musik)
Das Wappen des Beobachtungsbataillons 63 zeigt auf artillerie-rotem Grund ein Nesselblatt, in dessen Zentrum ein gelbes Wappenschild ein blaues, gotisches "B" zeigt. Dies deutet an, dass die vorhandenen Aufklärungsmittel aus der Tradition heraus mit Schall, Licht, Wetter, Vermessung übernommen sind.

Die Patenbatterie der Gemeinde Aukrug war die damals in Kellinghusen stationierte 2. Batterie des Beobachtungsbataillons 63, das drei Jahre vor seiner endgültigen Auflösung ins Beobachtungsartilleriebataillon 61 in Albersdorf eingeliedert wurde[1]. Die Patenschaft bestand von 1969 bis 1996.

Vorgeschichte

Im Jahre 1967 wurden die ersten freundschaftlichen Kontakte zwischen dem TSV Aukrug und der damaligen Schallmeßbatterie 6 des Beobachtungsbataillons aus Kellinghusen geknüpft. Die Bekanntschaft ergab sich für die Gemeinde zunächst beiläufig aus der Tatsache, daß die Batterie seit zwei Jahren ihre Sportwoche auf den Sportanlagen des TSV Aukrug durchführte und sich ein besonders herzliches Verhältnis zwischen Vorstand und Mitgliedern des TSV mit den Offizieren, Unteroffizieren und Soldaten der Batterie entwickelte. Der TSV ist also gewissermaßen Vorläufer und Wegbereiter der partnerschaftlichen Entwicklung zwischen Kommune und Bundeswehr geworden.

Austausch der Patenschaftsurkunden

1969 wurde die Zusammenarbeit auf die Gemeinde Aukrug erweitert und sie manifestierte sich in dem Austausch der Patenschaftsurkunden am 27. September 1969. Die Bürger staunten nicht schlecht, als die Schallmeßbatterie 6 damals mit dem Heeresmusikkorps 6 durch die Gemeinde zum Sportplatz zog.

Patenschaften der Bundeswehr mit Bundesländern, Landkreisen, Städten und Gemeinden im Inland sind "ein sichtbares Zeichen der gesellschaftlichen Anerkennung und Wertschätzung. Patenschaften schaffen für die Bundeswehr lokale und regionale Bindungen. Sie fördern das gegenseitige Verständnis und die Zusammenarbeit"[2]. Wie und mit wem eine Patenschaft eingegangen werden kann, ist in der Zentralen Dienstvorschrift „Patenschaften von Einheiten und Verbänden mit Städten und Gemeinden“ (A-2640/18) geregelt. Demnach sollen Patenschaften „das Verständnis der Bürger für die Bundeswehr als Instrument einer wehrhaften Demokratie zur Friedenssicherung fördern. Sie wachsen aus dem gegenseitigen Kennen und Verstehen von Gemeinde und Bundeswehr."

Der damalige Batteriechef Hauptmann Troeltsch, Hauptfeldwebel Schuran und die beiden Stabsfeldwebel Thater und Gabrecht waren die Bundeswehrmänner, die es verstanden, den Kontakt zum TSV Aukrug im sportlichen und zur Gemeinde im gesellschaftlichen Bereich auszubauen. Die Batteriechefs wechselten von 1968 bis 1986 siebenmal. Trotz allem blieben die Kontakte sehr rege.

1994 bestand die Patenschaft 25 Jahre. Batteriechef Hauptmann Brinkmann wies auf seiner Jubiläumsansprache auf den in der Patenschaftsurkunde festgehaltenen Grundgedanken der Partnerschaft hin: „Das Zusammenhalten zwischen Bürgern und Soldaten zu pflegen und zu vertiefen, die partnerschaftliche Zusammenarbeit zu fördern und eine dauerhafte, von gemeinschaftlichem Geist getragene Verbindung mit Leben zu erfülle.n" Am Vortage des Jubiläums erhielt die Patenbatterie den Umweltpreis 1994 der Gemeinde Aukrug für ihren Einsatz am alljährlichen Umwelttag.

Geschichte des Bataillons

Das Beobachtungsbataillon 63 entstand durch die Beobachtungsbatterie 674 und wurde im Laufe seines Bestehens mehrfach umgegliedert. Nach einigen Umzügen fand das Bataillon seine Heimat in der Itzehoer Hanseaten-Gallwitz-Kaserne. Im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands wurde das Bataillon 1993 aufgelöst und einige Batterien ausgegliedert in selbstständige neue Einheiten oder bestehende Einheiten.

Am 1. Oktober 1969 erfolgte die Aufstellung des Beobachtungsbataillons 6 (BeobBtl 6) aus Teilen der Beobachtungsbatterie 674 durch die Auflösung der Radar- und Schalltmesszüge und Eingliederung in das neue Beobachtungsbataillon 6. Die Verlegung des BeobBtl 6 aus der Kellinghusener Liliencron-Kaserne nach Breitenburg-Nordie in die Freiherr-von-Fritsch-Kaserne vollzog sich Ende 1972. Im Hernst 1979 wurde das Beobachtungsbataillon 6 in Beobachtungsbataillon 63 umbenannt und zog im Frühjahr 1981 nach Itzehoe um.

Umzug und Auflösung

Ende Mai 1993 erfolgte der Außerdienststellungsappell des Bataillons in der Hanseaten-Gallwitz-Kaserne. Der Schallmesszug, Wetterzug und Teile des Batterieführungsstabes verlegte das Verteidigungsminsiterium von Itzehoe als 2. Batterie des Feldartilleriebataillons 61 in die Dithmarsen-Kaserne nach Albersdorf. Diese Verlegung hatte bis zur endgültigen Auflösung des Feldartilleriebataillon 61 im Jahr 1996 Bestand.[3]

Siehe auch

Einzelnachweise