Glüsing

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Glüsing ist ein Ortsteil der Gemeinde Hohenwestedt im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein.

Historische Beschreibung

Glüsing, Dorf 2 M. nordöstlich von Itzehoe, A. Rendsburg, Kspv. und Ksp. Hohenwestedt; enthält 3 Vollh. und 3 Kathen (2## Pfl). Eine ausgebaute Kathe an der Chaussee von Itzehoe nach Rendsburg heißt Sohrheide (Süderheide). – Schdstr. Hohenwestedt. – Vz.: 66. – Ar.: 220 Steuert., darunter 39 Ton. Wiesen. Der Boden ist ziemlich gut; Moore und Hölzungen fehlen. In der Nähe des Dorfes liegt ein Fischteich, der Glüsinger-Teich genannt, welcher 1 Tonne groß ist. – Nahe bei dem Dorfe sind noch Spuren einer ehemaligen Capelle, wo der Sage nach der Prediger zu Hohenaspe jede 4te Woche predigen mußte. Noch jetzt erhalten die Kirche und der Prediger zu Hohenaspe eine ansehnliche Roggenlieferung aus Hohenwestedt. – Vormals ist dieses Dorf wahrscheinlich im Besitze der Familie Glüsing gewesen; Marquard v. Glüsing kömmt in einer Urkunde aus dem I. 1350 vor. Unweit des Platzes der Capelle ist ein bedeutender Grabhügel, in welchem Töpfe mit Asche und 2 steinerne Messer gefunden sind. Glüsing (vorm. Gluzinge), Dorf in Norderdithmarschen, Kspv. und Ksp. Tellingstedt; enthält 7 Höfe und 1 Stelle mit Land (9 H.). – Neben Schule (10 K.). – Vz.: 1855: 56. – Ar.: 162 Steuert. – In der Nähe des Dorfes sind mehrere Grabhügel und in einem Gehölze soll ehemals ein Götzen hain gewesen sein. – An der nahe beim Dorfe vorbeifließenden Au (Wallenerau) war ehemals eine Wassermühle; auch sind hier Spuren von nicht unbedeutenden Verschanzungen südlich nahe am Dorfe, die sich quer über die Straße nach Schalkholz ziehen und im Osten mit einer halbmondförmigen Bastion endigen; der Sage nach sollen sie 1713 von den Schweden aufgeworfen sein.[1]

Einzelnachweise