Gnutz

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Gnutz, früher auch Gnuttese genannt, ist ein Dorf im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein.

Historische Beschreibung

Gnutz (vorm. Gnuttese), Dorf an der Landstraße von Kiel nach Itzehoe, 2 M. nordwestlich von Neumünster, A. Rendsburg, Kspv. und Ksp. Nortorf; enthält 13 Vollh., 5 Halbh., 2 Viertelh., 4 Achtelh, 1 Sechszehntelh., 8 Kathen mit und 5 Kathen ohne Land. Eine kleine ausgebaute Landstelle südlich vom Dorfe an der Landstraße heißt Hamburg. – Schule (120 K.). – Vz.: 443, worunter 1 Höker, 3 Schmiede und mehrere andere Handwerker, Hier sind zwei Wirthshäuser. – Ar.: 1822 Steuert., worunter 463 Ton. Wiesen. Der Boden ist sandigt, eignet sich aber ziemlich gut zum Kornbau; Moor hat die Dorfschaft ziemlich viel, aber nur von mittelmäßiger Art; Haide und Weide sind mehr als zum Bedarf da. Auf der Feldmark ist ein bedeutender Flächenraum Landes, welchen der König Friedrich III. Einem sei v. Schröder's Holst. Topographie. Bd. I. 27 seiner Diener als Weide für Schafe geschenkt hat; diese Ländereien sind jetzt für 70 F v. Ct. jährlich verpachtet. – Im Bargstedter Moor nördlich vom Dorfe ent springt die Fuhlenau, welche bei der sogen. Langwedeler Furth den nordöstlich von Gnutz entspringenden Norderbach aufnimmt und sich in die Bökener-Au ergießt. Eine ehemalige große Hölzung zwischen Gnutz und Böken, von der man noch Spuren findet, soll von schwedischen Kriegsvölkern abgebrannt sein. – Bei diesem Dorfe war ehemals eine Glashütte, welche aber in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts einging. – Auf der Feldmark befanden sich 2 Grabhügel, von denen der letzte im J. 1804 zerstört ward; man fand darin steinerne Beile und Messer, die nach Kopenhagen gesandt sind.[1]

Weblinks

Einzelnachweise