Gnutz-Bökener Entwässerungsgenossenschaft

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Die Mastbrokenau begann etwas oberhalb der Bildmitte und floß dann westlich parallel zur Höllenau Richtung Böken.

Die Gnutz-Bökener Entwässerungsgenossenschaft, auch Mastbrokaugenossenschaft genannt, war ein Zusammenschluß von Landwirten zur Be- und Entwässerung der Wiesen westlich des heutigen Forst Iloo. Dafür wurde parallel zur Höllenau die Mastbrokenau gebaut. Sie war der Vorläufer des 1962 gegründeten Wasser- und Bodenverbandes Untere Höllenau.

Geschichte

1873 plante Gnutz, das Wasser der Höllenau zur Verbesserung seiner Wiesen im Mastbrock abzuleiten und zu benutzen. Es wurde eine Genossenschaft für Gnutz und Böken gegründet. 1875 fand unter Anleitung des Wiesenbaumeisters J. Staaken aus Wasbek, der bei Petersen in Wittkiel bei Kappeln dessen Wiesenbaumethode gelernt hatte, die Anlage der Mastbrockenau statt. Sie ist also ein künstlich angelegter Wasserlauf, der von der Höllenau bei Timmaspe abgeleitet und oberhalb von Böken beim Bokhorst wieder in die Höllenau zurückgeleitet wird.

Staaken berichtete im Heidekulturvereinsblatt 1873 und 1876 über seine Arbeit. Er hat vom Oktober bis Dezember 1875 ca. 175 ha Wiesen neu eingerichtet, mit Entwässerungsgräben versehen und z. T. auch zum Stauen eingerichtet. Das von der Regierung genehmigte Statut stammt von 1876. Danach liegen in dem bewässerbaren Gebiet von 74,34 ha auf Bökens Gebiet 28,41 ha. Es waren sechs Stauwehren eingerichtet, die heute z. T. noch bestehen. Den Hauptwert hatte die Mastbrockenau dadurch, daß sie eine gute Entwässerung dieses Gebiets ermöglichte und vielen Dauerweiden gutes Trinkwasser für das Vieh lieferte. Die großen Heideflächen, die einst in diesem Gebiet lagen, sind fast restlos verschwunden und in Dauerweiden oder Wiesen verwandelt worden.

Siehe auch