Klaus Hauschildt

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Klaus Hauschildt, „de Schlangengrieper"

Klaus Hauschildt (*1853 in Hohenwestedt) war der Großvater von Werner Hauschildt. Im Dorf wurde er De Schlangengrieper genannt.

Leben

Klaus Hauschild besaß in der Bargfelder Straße 12 einen „Hökerladen", den seine Frau Magdalena betrieb. Das Geschäft lief einigermaßen, weil sich hier im Sommer die Wanderarbeiter aus Lippe-Detmold, die in der nahen Ziegelei beschäftigt waren, mit Lebensmitteln versorgten.

Wie Werner Hauschild in der Chronik von 1995 schilderte hatte sein Großvater hatte stets Sinn für das Besondere, Unkonventionelle, und er war ein unruhiger Geist. Bevor die Familie sich in Innien niedergelassen hatte, war sie aufgrund einer Weltuntergangsprophezeiung 1890 drauf und dran gewesen, in den Kaukasus auszuwandern. Sie war schon in Odessa am Schwarzen Meer angekommen, hat dort aber den Entschluß auf Anraten deutscher Siedler aufgegeben und ist per Schiff zurück nach Hamburg gereist.

Zur Aufbesserung des Einkommens, aber auch aus Spaß an der Sache, fing Klaus Hauschildt Frösche und Schlangen, um sie an Hagenbecks Tierpark als Tierfutter zu verkaufen. Daher sprachen die Leute von ihm als „De Schlangengrieper". Die Beute ist per Frachtgut in Blechbehältern mit der Eisenbahn nach Hamburg transportiert worden. Außerdem verschickte er, in Jutesäcke verpackt, Tannengrün und vor allem Stechpalmenzweige an Berliner Friedhofsgärtnereien. Eines seiner Hobbys war das Fischen in der Au. Als Telegrammbote für Innien und Umgebung mußte er oft bis nach Meezen laufen. Er starb 1939 in Innien.

Siehe auch