Archiv:Feuerwehr

Aus Aukrug Geschichte Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Freiwillige Feuerwehr

Die Wettkämpfe

Die Amtsfeuerwehr Aukrug

Amtswehrführer Petersen (mitte), Stellvertreter Auen (rechts), Wehrführer George (links)
Einsatz beim Brand des Auhofes in Innien
Das alte Sportlerheim brennt (1972)

Wehrstärke:

  • 412 aktive Mitglieder

Amtsfeuerwehrführer:

  • Hans Jürgen Petersen, davor von 1976-1988 Hans Wiese (heute Ehrenamtswehrführer und Ehrenmitglied des Kreisfeuerwehrverbandes Rendsburg-Eckernförde)

Stellvertr. Amtswehrführer:

  • Jan Auen

Schriftführer:

  • Jörg Bracker, davor von 1976-88 Ingo Pahlke

Die Amtsfeuerwehr besteht aus den fünf Gemeindefeuerwehren Arpsdorf, Ehndorf, Padenstedt, Wasbek und Aukrug, wovon sich die letztere in die sechs Ortsteilfeuerwehren Bargfeld, Böken, Bünzen, Homfeld, Innien und Tönsheide unterteilt.

Dazu kommen zwei Jugendfeuerwehren und der Amtsfeuerwehrmusikzug. Hervorzuheben ist, daß alle Feuerwehrleute ehrenamtlich tätig sind. Es gibt keinen hauptberuflichen Feuerwehrmann im Amtsbereich. Zu den Aufgaben der Feuerwehr zählen neben der Brandbekämpfung und Hilfeleistung bei Unglücksfällen und Notständen auch Aufbau und Betreuung von Jugendfeuerwehrgruppen, um den Nachwuchs zu sichern.

Ein besonderes Ereignis ist für alle Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr der Amtsfeuerwehrtag, an dem sie der Öffentlichkeit in Wettkämpfen Einsatzbereitschaft und Ausbildungsstand demonstrieren. Der Amtsfeuerwehrtag wird reihum von je einer der zehn Wehren im Amt ausgerichtet.

Der Tag wird eingeleitet mit dem Antreten und der Begrüßung durch den Amtswehrführer, den Amtsvorsteher und den Bürgermeister. Danach beginnen die Wettkämpfe, die durch neutrale Schiedsrichter aus den Nachbarämtern überwacht und gewertet werden. Daneben präsentieren sich die Jugendfeuerwehren mit einer Übung ihrer Wahl. Auch die Patenfeuerwehren führen ihr Gerät vor.

Nach einer längeren Pause beginnt der große Umzug mit den Fahnenabordnungen unter Führung des Amtsfeuerwehrmusikzuges. Nach alter Tradition wird am örtlichen Gefallenenehrenmal ein Kranz niedergelegt. Der Tag endet mit der Siegerehrung und dem Festball.

Die Gemeindefeuerwehr Aukrug und die Wehren der Ortsteile

Gemeindefeuerwehr Aukrug

Die sechs Freiwilligen Feuerwehren der Ortsteile Bargfeld, Böken, Bünzen, Homfeld, Innien und Tönsheide bilden zusammen die Gemeindefeuerwehr Aukrug unter dem Kommando von Fred Wüstenberg. Dazu zählt auch die Jugendfeuerwehr. Die Diskussion darüber, ob es sinnvoll ist, wenn alle Ortsfeuerwehren statt eines Gemeindewehrzentrums ihr eigenes Gerätehaus bauen, hat sich erledigt. Die Gerätehäuser stehen, und jeder Ortsteil hat sich mit Erfolg besondere Mühe gegeben, sein Feuerwehrhaus harmonisch in den Dorfkern einzupassen.

Freiwillige Feuerwehr Bargfeld

Die Wehr Bargfeld
Das Gerät

Wehrstärke:

  • 26 aktive und 51 passive Mitglieder

Ortswehrführer:

  • Jürgen George, davor 15 Jahre Adolf Theede

Gruppenführer:

  • Heino Reimann, davor Klaus-Joachim Wiese

Schriftführer:

  • Jürgen Asmus

Ehrenmitglied:

  • Ernst Wilhelm Rathjen

1982 legte die Wehr die Leistungsprüfung „Bronzebeil" mit Erfolg ab, 1984 folgte das „Silberbeil". Im Protokollbuch der Gemeinde Bargfeld steht: Das alte Bargfelder Feuerwehrhaus wurde 1950 von Handwerkern gebaut, nur einige Spanndienste wurden geleistet. 1988 entstand ein neues Feuerwehrgerätehaus. Der Feuerlöschteich daneben stammt aus dem Jahr 1953.

Freiwillige Feuerwehr Böken

Die Böker Wehr

Wehrstärke:

  • 39 aktive und 100 passive Mitglieder

Ortswehrführer:

  • Horst Grünewald, 1973-1985 Hans Joachim Michaelsen

Stellv. Ortswehrführer:

  • Karl-Heinz Manke

Gruppenführer:

  • Claus Cohrt

Kassenwart:

  • Joachim Binasch

Schriftwart:

  • Rainer Biermann

Ehrenmitglied:

  • Willi Schmuck

1981 Anschaffung einer neuen Tragkraftspritze; 1982 legte die Wehr die Leistungsprüfung „Bronzebeil" mit Erfolg ab, 1984 folgte das „Silberbeil", 1987 wurde das „Silberbeil" wiederholt. 1989 Fahnenweihe.

Im zweiten Weltkrieg gab es eine weibliche Löschtruppe unter der Leitung von Mariechen Kütemann.

Freiwillige Feuerwehr Bünzen

Die Wehr Bünzen
Ehrentafel für alle Helfer beim Bau des Bünzer „Füerwehrhus"

Wehrstärke:

  • 28 aktive Mitglieder, 2 Ehrenmitglieder

Ortswehrführer:

  • Fred Wüstenberg, seit 33 Jahren

Stellv. Ortswehrführer:

  • Gerhard Holm

Gruppenführer:

  • Ronald Dedert

Kassenführer:

  • Karl Heinz Arpe

Schriftführer:

  • Hans Jürgen Kalfier

Leistungsprüfung in Bronze und Silber.

Freiwillige Feuerwehr Homfeld

Die Wehr Homfeld. Einweihung des Gerätehauses

Wehrstärke:

  • 24 aktive Mitglieder, Ehrenmitglied ist Rolf Zillen

Ortswehrführer:

  • Thomas Hoffmann, davor Ernst Rudolf Rathjen

Stellv. Wehrführer:

  • Willi Rathjen, davor Dieter Wulf

Gruppenführer:

  • Martin Behm

Schriftführer:

  • Lutz von Wildenradt

„Es gibt kein einziges schriftliches Zeugnis aus der alten Zeit der Hornfelder Feuerwehr", berichtete der Ortswehrführer Thomas Hoffmann. Wie kommt das? Sämtliche Unterlagen sind beim Brand des Heidehauses ein Opfer des Feuers geworden.

Gegründet wurde die Wehr 1893. Paul Ratjen trat 1927 in die Wehr ein und erzählt: „Wenn es brannte, lief der Feuerwehrhauptmann mit dem Tuthorn durchs Dorf. Acht Männer, im Notfall auch Frauen, standen an der Spritze, um genügend Wasser aus dem Meiereibrunnen zum Schlauch-und Angriffstrupp zu befördern. In den 30er Jahren wurde die erste Motorspritze angeschafft." Am 19. Januar 1990 löste das neue TS-Fahrzeug zur Freude aller Homfelder den alten Ford-Transit ab.

Die Wehr verfügt über folgenden Fahrzeugpark: 1 Löschfahrzeug LF 8/6 Bauj. 10/94, mit 4 m-Band-Funkgerät, 6001 Löschwasser und schwerer Atemschutzausrüstung.

Freiwillige Feuerwehr Aukrug Innien

Die Wehr Innien vor dem alten Gerätehaus

Wehrstärke:

  • 41 aktive Mitglieder, 190 passive Mitglieder, 8 Ehrenmitglieder

Ortswehrführer:

  • Hans Jürgen Rohwer, 1973-1993 Otto Staben

Stellv. Ortswehrführer:

  • Marc Strüben, bis 1982 Claus Butenschön,bis 1993 Hans Jürgen Rohwer

Gruppenführer:

  • Detlef Möller

Kassenführer:

  • Horst Göttsche

Schriftführer:

  • Herbert Nielsen

1 Tanklöschfahrzeug TLF 16 Bauj. 1964, 2.4001 Löschwasser. 1 Löschfahrzeug LF 16 TS. Dieses Fahrzeug wurde der Gemeinde vom Staat zur Verfügung gestellt. Die Wehr legte die Leistungsprüfung „Bronzebeil" mit Erfolg ab.

Freiwillige Feuerwehr Tönsheide

Die Wehr Tönsheide
Das Gerät

Wehrstärke:

  • 19 aktive Mitglieder

Wehrführer:

  • Gerhard Engel

Stellv. Wehrführer:

  • Uwe Dabelstein

Gruppenführer:

  • Jürgen Wenzel

Gegründet 1936 als Betriebsfeuerwehr Tönsheide. Umwandlung am 1. Februar 1980 in eine Freiwillige Feuerwehr.

Jugendfeuerwehr Aukrug

Wehr mit dem Trabbi
Seifenkistenrennen auf Tönsheide

Wehrstärke:

  • 18 aktive Mitglieder (13 Jungen und 5 Mädchen)

Ausbilder ist der Jugendwart Hans Jürgen Kalfier, sein Stellvertreter ist Otto Reimers. Die Mädchen werden von Bärbel Kalfier betreut. Die Jugendfeuerwehr hat einen Trabbi geschenkt bekommen. Dieses Fahrzeug wurde zu einem kleinen Feuerwehrfahrzeug in Eigenleistung umgebaut. Dieses Auto soll mit einer Motorspritze, 2 Haspeln und Schläuchen und mit einer 4 m langen Leiter ausgerüstet werden. Die Jugendfeuerwehr führte das dritte Seifenkistenrennen der Jugendfeuerwehren des Kreises Rendsburg-Eckernförde durch.

Zum Bau der Feuerwehrgerätehäuser

Der § 7 des Vereinigungsvertrages der fünf Aukrugdörfer betrifft den Feuerschutz und lautet: „Die in den jetzigen Gemeinden ... bestehenden Einrichtungen der Freiwilligen Feuerwehr bleiben als Ortswehren erhalten, solange in den einzelnen Ortsteilen genügend Freiwillige zur Verfügung stehen."

Die Ortsteile wollten auf ihre Feuerwehren als wichtiges Element der Dorfgemeinschaft und -identität nicht verzichten. Sie errichteten zudem mit viel Idealismus in Eigenhilfe mit den Zuschüssen von Gemeinde und Kreis ihre neuen Geräte- und Schulungshäuser, die auch als dörfliche Kommunikationszentren gedacht sind. Aktive und passive Feuerwehrmitglieder haben hier beispielhafte Gemeinschaftsleistungen vollbracht, vor allem durch tatkräftige Mitarbeit, aber auch durch Spenden.

Diese haben so manchen Durst gelöscht. Denn wenn (frei nach Schiller) „von der Stirne heiß rinnen muß der Schweiß, soll das Werk den Meister loben", dann ist dies bei einem trocknen Körper schlecht möglich.

Auch die Frauen sollen hier nicht vergessen werden. Sie haben ihre Männer und Söhne während der Arbeit gut versorgt.

Nun ist die Arbeit getan, und die Häuser stehen der Dorfgemeinschaft — mit der Feuerwehr als Hausherr — zur Verfügung. Bei vielen Gelegenheiten sind sie schon genutzt worden.