VR Bank Schleswig-Mittelholstein

Aus Aukrug Geschichte Wiki
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Die VR Bank Schleswig-Mittelholstein eG ist eine Genossenschaftsbank mit Sitz in Osterrönfeld in Schleswig-Holstein. Ihr Geschäftsgebiet erstreckt sich von Gelting bis nach Aukrug. Die Aukruger Geschäftsstelle befindet sich in der Itzehoer Straße 1.

Geschichte

Im Jahr 2019 fusionierte die Schleswiger Volksbank eG Volksbank Raiffeisenbank mit der Volksbank-Raiffeisenbank im Kreis Rendsburg eG. Der juristische Sitz wurde von Schleswig nach Osterrönfeld verlegt. Ihre Vorläuferorganisationen in Aukrug waren:

  1. Volksbank-Raiffeisenbank im Kreis Rendsburg (2000 - 2019)
  2. Raiffeisenbank Nortorf (1990 - 2000)
  3. Raiffeisenbank Aukrug (1896 - 1990)

Volksbank-Raiffeisenbank im Kreis Rendsburg

Die Volksbank-Raiffeisenbank im Kreis Rendsburg e.G. wurde zum 1. Januar 2000 gegründet. Das Institut entstand aus der Fusion zwischen der Raiffeisenbank Nortorf e.G. und der Volksbank-Raiffeisenbank Rendsburg e.G.

Die Gründung der Volksbank-Raiffeisenbank Rendsburg e.G. wird wie folgt dokumentiert: Im Jahre 1919 wurde in Osterrönfeld die erste Spar- und Darlehnskasse gegründet. Fusionen erfolgten in 1965 mit der Spar- und Darlehnskasse Schülldorf und 1970 mit der Spar- und Darlehnskasse Ostenfeld. Im Jahr 1973 erfolgte die Umfirmierung in die Raiffeisenbank e.G. Osterrönfeld. Durch die Fusionen in 1987 von den Raiffeisenbanken Fockbek/Nübbel und 1989 mit der Raiffeisenbank Borgstedt entstand die Raiffeisenbank Rendsburg e.G. mit dem Sitz in Osterrönfeld. Im Jahre 1993 fusionierte die Raiffeisenbank Rendsburg e.G. mit der Rendsburger Volksbank e.G. und übernahm gleichzeitig die Landkreditbank in Rendsburg und nannte sich dann Volksbank-Raiffeisenbank Rendsburg e.G. mit dem Sitz in Rendsburg. Der "älteste Zweig" der Volksbank-Raiffeisenbank im Kreis Rendsburg e.G. stammt aus Bargstedt und ist aus dem Jahr 1898.

Raiffeisenbank Nortorf

Die Raiffeisenbank Nortorf e.G. entstand im Jahre 1970 durch die Fusion der Spar- und Darlehenskassen Bargstedt (gegründet 5. März 1898), Brammer (gegründet 30. Dezember 1921), Dätgen (gegründet 13. Mai 1907), Groß Vollstedt (gegründet 17. März 1911), Krogaspe (gegründet 13. Februar 1922), Langwedel (gegründet 5. April 1899) Schülp bei Nortorf (gegründet 14. Juni 1921) und Timmaspe (gegründet 9. Juni 1921). Fusionen mit weiteren Genossenschaftsbanken erfolgten in 1985 – Raiffeisenbank Gnutz, 1990 – Raiffeisenbank Aukrug, 1996 – Raiffeisenbank Felde.

In den achtziger Jahren stieg das Interesse der Kundschaft an einer qualifizierten Beratung und Betreuung aus einer Hand. Dem wurde Rechnung getragen durch die Zusammenarbeit mit der DG-Bank, der Deutschen Genossenschafts-Hypothekenbank, der Bausparkasse Schwäbisch Hall, der Versicherungsgruppe R+V und der Genossenschafts-Rechenzentrale. Die positive Geschäftsentwicklung läßt sich an den beiden Graphiken ablesen. Dennoch wurde auf der Mitgliederversammlung am 23.11.1989 der Vorschlag zur Verschmelzung mit der Raiffeisenbank Nortorf vorgelegt und eingehend erörtert. Diesmal sollte Aukrug der beitretende Partner sein. Eine Fusion zweier gesunder Unternehmen würde das wirtschaftliche Fundament stärken, führe zu rationellerer Arbeitsteilung und zum zeitgemäßen Ausbau der genossenschaftlichen Bank- und Warenleistungen. Sie diene damit dem Auftrag gemäß § 1 der Satzung, Erwerb und Wirtschaft der Mitglieder zu fördern. Mit 87 Ja- und 4 Gegenstimmen wurde einer Fusion zugestimmt. Am 31.12.1989 wurden die Bilanzsummen beider Banken zusammengeführt. Mit dem entsprechenden Eintrag bei den Amtsgerichten im Juni 1990 war die Raiffeisenbank eG Aukrug erloschen.

Geschäftsführer des fusionierten Unternehmens waren die Bankdirektoren Joachim Klose, der im September 1990 in den Ruhestand trat, Heinrich Ehlers und Eckard Schuldt. Das hauptamtliche Vorstandsmitglied Jürgen Sievers ist auf eigenen Wunsch aus der Geschäftsführung ausgestiegen. Die Aukruger Raiffeisenbank wurde zur Hauptzweigstelle unter der Leitung des Bankkaufmanns Hans Arndt aus Neumünster. Die Geschäftsstelle Einfeld wurde fortgeführt. In beiden Regionen hat sich im Bank- und Warenbereich kaum etwas geändert.

In den Vorstand des fusionierten Unternehmens sind Claus Detlev Ratjen und Jürgen Koepsell als gewählte Organmitglieder übergewechselt, in den Aufsichtsrat Hans Carstens, Niels Thullesen, Claus Friedrich Rathjen und Heinrich Asmus; Robert Worch schied aus dem Aufsichtsrat aus. In den Beirat wurden aus Aukrug gewählt: Hans Holm, Erwin Kruse, Erwin Butenschön, Hans Hermann Butenschön, Heinrich Wulf und Klaus Schröder. Hinzu kamen Rolf Rohwedder, Jochen Brandt, Wolfgang Helms und Peter Müller.

Für über 25-jährige ehrenamtliche Tätigkeit in den Organen der Genossenschaft erhielten die beiden Vorstandsmitglieder Claus Detlev Ratjen 1989 und Heinrich Asmus 1990 sowie der Vorsitzende des Aufsichtsrats Hans Carstens 1993 die Ehrenurkunde des Norddeutschen Genossenschaftsverbandes Kiel.

Niels Thullesen als Aufsichtsratvorsitzender und Heinrich Asmus sind zwischenzeitlich ausgeschieden; in den Aufsichtsrat nachgewählt wurden Rolf Rohwedder und Peter Müller. Die Bank hatte 1991 über 3000 Mitglieder und hielt, wie im Genossenschaftsgesetz gefordert, eine Hauptversammlung ab. Der Beirat löste sich satzungsgemäß auf.

Durch die Verschmelzung im Jahre 1980 mit Einfeld und 1990 mit Nortorf hatte sich ein Kreis geschlossen. Zwölf Bankstellen und drei Warenabteilungen bilden jetzt einen Wirtschaftsraum im südlichen Kreis Rendsburg. Ältere Aukruger Bürger erinnern sich noch, daß ihre Großeltern zum Konfirmandenunterricht nach Nortorf gehen mußten. So abwegig war dieser Zusammenschluß der beiden Banken also nicht. Durch Neu-, Um- und Ausbau und die moderne Ausgestaltung der Arbeitsplätze wurde den Interessen der Kunden und Mitarbeiter Rechnung getragen. Dem Entwicklungstrend folgend, stehen den Mitarbeitern modernste Arbeitsmittel wie Computer usw. zur Verfügung.

Raiffeisenbank Aukrug

Die Raiffeisenbank in Aukrug

In Innien bestanden viele Jahre die 1885 gegründete „Bezugs- und Absatzgenossenschaft" und die dem Raiffeisenverband angehörende „Spar- und Darlehenskasse von 1896" mit ihrem An- und Verkaufsbetrieben nebeneinander. Erstere wurde 1947 von der Spar- und Darlehenskasse übernommen, die 1975 in „Raiffeisen eG Aukrug" umbenannt wurde. Dies alles ist in den Büchern Die Geschichte des Aukrugs (1978) und Das landwirtschaftliche Vereins-und Genossenschaftswesen im Aukrug ausführlich beschrieben.

Siehe auch