Dat ole Hus

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Heimatmuseum „Dat ole Hus“ (Alte Kate)

Dat ole Hus (plattdeutsch für: Das alte Haus) ist ein Heimatmuseum im Ortsteil Bünzen.

Geschichte

Stube in der Kate

Das Museum befindet sich in einer um 1700 erstmals errichteten Kate, die 1804 nach einem Brand neu aufgebaut wurde. 1961 richtete das Ehepaar Edith und Werner Hauschildt in der Kate und auf dem Grundstück ein privat geführtes Volkskunde- und Freilichtmuseum ein. 1970 erwarb das Ehepaar eine Konzession für ein Museums-Café. Seitdem kann man in den historisch eingerichteten Räumen Kaffee trinken und dazu Kirschgrütze mit Sahne und heißen Waffeln essen, die noch auf alten Holzöfen zubereitet werden.

Nachdem die Gemeinde im Jahr 2011 zunächst die Immobilie erworben hatte[1], wurde nach dem planmäßigen Ende des Pachtvertrages mit der Familie Hauschildt im Januar 2016 der Museumsverein Dat ole Hus für den Betrieb des Museums gegründet.[2]

Gebäude und Ausstellung

Rauch in der Diele

Die Kate ist ein Niederdeutsches Fachhallenhaus mit zweimal vorspringenden bretterverschaltem Frontgiebel und rückseitig abgewalmten Reetdach.[3] 1724 wurde die Hufe erstmals in den Amtsrechnungen aufgeführt. Der Besitz hatte das Recht zur Führung einer Schankwirtschaft und einer Brennerei. Beim großen Brand von Bünzen im Jahre 1803 brannte es nieder und wurde 1804 an der gleichen Stelle und in der gleichen Form wieder aufgebaut. Es besteht aus zwei Wohnungen, die beide mit Stube, Wandbetten, einem Bilegger, einer Küche mit Schwibbogen und Speisekammer sowie einem Stall an der Diele ausgestattet sind. Das Haus war bis zum Einbau des Schornsteins im Jahre 1907 ein Rauchhaus, in dem der Rauch über die von beiden Wohnungen gemeinsam genutzte Diele abzog.[4]

Im Rahmen von Führungen können die Innenräume im Olen Hus besichtigt werden, die einen anschaulichen Eindruck bäuerlicher Wohnkultur aus dem 18. bis ins frühe 20. Jahrhundert vermitteln. Aus dem gleichen Zeitraum stammen die Arbeitsgeräte, die in einem Stall, vier Remisen und im Bienenstand ausgestellt sind. Regelmäßig zeigt das Museum kleine Sonderausstellungen zu verschiedenen Themen.[5]

Waffelessen

Das Museumscafé bewirtet seine Gäste in den historisch eingerichteten Räumen im Olen Hus und in der Schäferkate. Im Sommer natürlich auch im Garten. Es gib leckere Waffeln wie vor 150 Jahren auf offenen Feuer gebacken, dazu heiße Kirschen (rote Grütze), frisch geschlagene Sahne & Kaffee. Das ganze solange bis man nicht mehr kann.

Bilder

Organisatorisches

Das Museum wird durch den Museumsverein Dat ole Hus betrieben und ist ganzjährig samstags und sonntags sowie an Feiertagen von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Gemeinde Aukrug kauft das „Ole Hus“ für einen Euro
  2. Frischer Wind für „Dat Ole Hus“
  3. Kunst-Topographie Schleswig-Holstein, 5. Auflage 1982, Seite 623
  4. Georg Reimer: Die Geschichte des Aukrugs, 1978, Seite 421ff
  5. Das Ole Hus beim Museumsverband Schleswig-Holstein

Literatur

  • Georg Reimer: Die Geschichte des Aukrugs. Herausgegeben von Heinrich Bünger. 3. erweiterte Auflage. Verlag Möller Söhne, Rendsburg 1978.
  • Heinrich Asmus, Werner Hauschildt, Peter Höhne: Fortschreibung von "Die Geschichte des Aukrugs" ab 1978 und Nachträge, Aukrug 1995.
  • Kai Fuhrmann: Niederländische Spuren in Aukrug, in: Dat ole Hus - Volkskunde- und Freilichtmuseum im Naturpark Aukrug, Mitteilungen, Heft 1/Juli 2006, Aukrug 2006
  • Kai Fuhrmann: Ungarische Spuren in Aukrug, in: Dat ole Hus - Volkskunde- und Freilichtmuseum im Naturpark Aukrug, Mitteilungen, Heft 2/Juli 2007, Aukrug 2007
  • Kai Fuhrmann: Russische Spuren in Aukrug, in: Dat ole Hus - Volkskunde- und Freilichtmuseum im Naturpark Aukrug, Mitteilungen, Heft 3/November 2008, Aukrug 2008
  • Kai Fuhrmann: Dat ole Hus - Spurensuche: Geschichte, Einordnung, Konstruktion, in: Dat ole Hus - Volkskunde- und Freilichtmuseum im Naturpark Aukrug, Mitteilungen, Heft 4/Mai 2009, Aukrug 2009

Weblinks