Kriegsgräberstätten in Aukrug
Auf fünf Kriegsgräberstätten in Aukrug befinden sich Gräber von Kriegsgefangenen und Soldaten der beiden Weltkriege. Der Artikel Ehrenmale in Aukrug behandelt Gedenkstätten, die an Opfer und Gefallene erinnern, alle weiteren Denkmale sind unter Denkmale in Aukrug beschrieben.
Kriegsgräberstätte für sechs russische Soldaten
Mitten auf dem Aukruger Friedhof sind sechs russische Soldaten begraben, die während des Ersten Weltkriegs im Kriegsgefangenenlager Wiedenborstel gestorben sind. Weil im Lager hauptsächlich kranke Gefangene untergebracht waren, gab es viele weitere Tote, die der Innier Friedhof nicht aufnehmen konnte. Deshalb wurde 1917 im Wald neben dem Lager ein Russischer Ehrenfriedhof angelegt, der bis heute erhalten ist. Die Namen auf dem Stein (dahinter für russische Leser:innen das kyrillische Original laut ChatGPT[1]) lauten:
- Jan Konitzki 1894 - 1916 / Ян Коницкий (Yan Konitskiy)
- Kusma Golowach 1889 - 1916 / Кузьма Головач (Kuzma Golovach)
- Stepan Naumitschew 1880 - 1916 / Степан Наумичев (Stepan Naumichev)
- Boris Demidow 1886 - 1916 / Борис Демидов (Boris Demidov)
- Grigori Lobakow 1885 - 1916 / Григорий Лобаков (Grigori Lobakov)
- Trofim Pochadenkow 1883 - 1916 / Трофим Походенков (Trofim Pokhodenkov)
Russischer Ehrenfriedhof Tönsheide
Auf der umgangssprachlich als „Russenfriedhof" bezeichneten Kriegsgräberstätte mit 21 Grabstätten neben dem ehemaligen Wiedenborsteler Lager an der heutigen Landesstraße 121 wurden am Ende des Zweiten Weltkriegs auch 16 Zwangsarbeiter:innen begraben, die im Aukrug verstorben sind.[3]. Der Begräbnisplatz wurde am am 14. Januar 1917 durch Pastor Johannes Tramsen in der Nähe des Kriegsgefangenenlager Wiedenborstel eingeweiht. Die Kirchengemeinde war wegen der beschränkten Fläche des Gemeindefriedhofes nicht in der Lage, dem Ansuchen der Inspektion des Kriegsgefangenenlagers stattzugeben und eine unbeschränkte Anzahl Gräber zur Verfügung zu stellen.
Da die Gefangenen in Wiedenborstel schon geschwächt waren und gegen Ende des Ersten Weltkriegs das Lager für kranke, hauptsächlich lungenkranke, Gefangene umfunktioniert wurde, sind von Anfang an viele gestorben. Das Gefangenenlager lag im Grenzbereich der beiden Kreise Rendsburg und Steinburg, und es entbrannte ein Streit wegen der dringend benötigten Begräbnisstätte. Die ersten sechs verstorbenen russischen Soldaten wurden 1916 auf dem Innier Friedhof beigesetzt (siehe oben). Dann erklärte sich ein Homfelder Bauer bereit, ein Stück Land für den Friedhof bereitzustellen. Die ersten Holzkreuze waren damals entsprechend dem orthodoxen Glauben mit Schrägbalken versehen, bevor die heutigen Metallkreuze aufgestellt wurden.
21 Gräber aus der Zeit des Ersten Weltkriegs[4]
Aus Russland 20 Soldaten. Aus Frankreich ein Soldat.
- Ilarion Uscharski, Russ. Soldat, 1882 - 1917 Иларион Ушарский (Ilarion Usharskiy
- Wassili Bolachnin, Russ. Soldat, 1891 - 1917 Василий Балахнин (Vasiliy Balakhnin)
- Sergey Igunow, Russ. Soldat, 1881 - 1917 Сергей Игунов (Sergey Igunov)
- Ivan Jacob Schatow, Russ. Soldat, 1871 - 1917 Иван Яков Шатов (Ivan Yakov Shatov)
- Nikifor Siraschkow, Russ. Soldat, 1885 - 1917 Никифор Сиряжков (Siryazhkov)
- Wassili Trofin Ivanekow, Russ. Soldat, 1884 - 1917 Василий Трофим Иваненков (Ivanenkov)
- Matway Kulebjakin, Russ. Soldat, 1884 - 1917 Матвей Кулебякин (Matvey Kulebyakin)
- Jegor Gladkow, Russ. Soldat, 1894 - 1917 Егор Гладков (Yegor Gladkov)
- Franz Bodwig Uzack, Russ. Soldat, 1892 - 1917 (Ethnischer Deutscher im Zarenreich). Original: Franz Ludwig Usack (kyrillisch gelistet als Франц Людвиг Узак)
- Dimitri Fedotow, Russ. Soldat, 1887 - 1917 Дмитрий Федотов (Dmitriy Fedotov)
- Daniel Pedobrigerado, Russ. Soldat, 1877 - 1917 Подбригадир (Podbrigadir)[5]
- Michael Kraukle, Russ. Soldat, 1889 - 1917 Михаил Краукле (Mihails Krauklis)
- Wassili Matuschow, Russ. Soldat, 1887 - 1917 Василий Матушов (Vasiliy Matushov)
- Ilja Wassilkew, Russ. Soldat, 1886 - 1917 Илья Васильков (Ilya Vasilkov) oder Василькевич
- Lucien Leceg, Franz. Soldat, 1883 - 1917 Lecocq oder Lecoq [6]
- Konstantin Pudschuwalew, Russ. Soldat, 1884 - 1917 Константин Пужевалов (Puzhevalov)
- Nikolei Burdja, Russ. Soldat, 1883 - 1917 Николай Бурдя (Nikolay Burdya)
- Prokofi Suwarow, Russ. Soldat, ? - 1918 Прокофий Суворов (Prokofiy Suvorov)
- Kabrel Stoejew, Russ. Soldat, 1894 - 1917 Гавриил Стоев (Gavriil Stoev)
- Jan Teyke, Russ. Soldat, ? - 1917 (vermutlich ethnischer Deutscher im Zarenreich)
- Leonid Dschichariew, Russ. Soldat, 1892 - 1917 Леонид Жихарев (Zhikharev)
Im Zweiten Weltkrieg wurden zwei polnische Soldaten als erste hier begraben, ab 1943 wurde der Friedhof für Zwangsarbeiter aus Polen und Russland genutzt. Ob diese wirklich, wie in der Chronik 1995 beschrieben auf Bauernhöfen in der Region arbeiten mussten scheint fraglich, da in den sieben bisher bekannten Lagern für Kriegsgefangene nur in Tönsheide in der sogenannten „Krankenbaracke/Russenlager“ bis zu 55 russische Männer und Frauen sowie sogenannte Ostarbeiter für "Krankenhausarbeiten" inhaftiert waren. Für die anderen sechs Lager nennen die Meldungen bei den Krankenkassen in Rendsburg und Neumünster andere Nationalitäten[7].
Am 27. Oktober 1941 erließ das Reichsinnenministerium eine Verfügung zur „Bestattung von Leichen sowjetischer Kriegsgefangener durch die Gemeinden“. Sie fand auch Anwendung auf Zwangsarbeiter und erklärt, warum diese nicht auf dem Aukruger Friedhof neben der Kirche beigesetzt wurden:
„Für die Überführung und Bestattung ist ein Sarg nicht zu fordern. Die Leiche ist mit starkem Papier (möglichst Öl-, Teer- oder Asphaltpapier) oder sonst geeignetem Material vollständig einzuhüllen.
Die Überführung und Bestattung ist unauffällig durchzuführen. Bei gleichzeitigem Anfall mehrerer Leichen ist die Bestattung in einem Gemeinschaftsgrab vorzunehmen. […]
Auf Friedhöfen ist als Begräbnisort ein entfernter Teil zu wählen. Auf Friedhöfen ist als Begräbnisort ein entlegener Teil zu wählen. Feierlichkeiten und Ausschmückungen der Gräber haben zu unterbleiben[8].“
Aus den bisher vom Chronikteam erforschten Unterlagen geht hervor, dass keine Zwangsarbeiter aus anderen Nationen in den Aukrugdörfern zu Tode gekommen sind (Stand 08/2026)[9]. Seit August 2026 ist belegt, dass in Aukrug zwei Exhumierungen bzw. Heimführungen von hier zwischen 1939 und 1945 im Krankenhaus Tönsheide verstorbenen Ausländern erfolgten. Ein Franzose[10] vom Innier Friedhof und ein Belgier vom Homfelder Ehrenfriedhof.
16 Gräber aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs
Aus Polen 3 Arbeiterinnen, 3 Arbeiter, 2 Soldaten, ein Kind. Aus Russland 4 Arbeiterinnen und drei Arbeiter. 11 von ihnen werden 1946 in einer Meldung an die Allierten als im "zivilen Krankenhaus verstorbene Ausländer" aufgeführt, waren demnach vermutlich keine Zwangsarbeiter:innen in den Aukrugdörfern. Von bisher zwei Verstorbenen sind als letzte Wohnorte Bargfeld und das Krankenhaus Tönsheide aus einem Dokument bekannt, was darauf hindeutet, dass sie dort arbeiten mussten. Die ersten Beisetzungen erfolgten 1940, drei Gräber sind aus dem Jahr 1946.
- Stefan Rajewiecz, Poln. Soldat, 1912 - 1940
- Duska Tarasenko, Poln. Arbeiterin, 1926 - 1943. Дуся Тарасенко (Dusja Tarasenko) - Letzter Wohnort: Büdelsdorf (17 Jahre jung! Tatsächliche Nationalität: russisch[11])
- Jan Stefanskiur, Russ. Arbeiter, 1921 - 1945
- Evdorija Antonenko, Poln. Arbeiterin, 1923 - 1943 Евдокия Антоненко (Evdokija Antonenko) - Letzter Wohnort: Bargfeld (tatsächliche Nationalität: russisch[12])
- Warwrzyniewz Bartnik, Poln. Soldat, 1907 - 1940
- Natalija Berdjewa, Poln. Arbeiterin, 1900 - 1944 Наталья Бердяева (Natalja Berdjajewa) - Letzter Wohnort: Neumünster (tatsächliche Nationalität: russisch[13])
- Halina Boneka, Poln. Arbeiterin, 1925 - 1944
- Ludnia Bruchajzer, Poln. Arbeiterin, 1931 - 1944 (13 Jahre jung!)
- Walery Wasiliyewa (Wasiljewo), Poln. Kind, 1944 - 1944 Валерий Васильева (Waleri Wassiljewa)[14]
- Roman Wolochko, Poln. Arbeiterin, 1927 - 1945 Роман Волочко (Roman Volochko) - (tatsächliche Nationalität: russisch[15])
- Josef Kasza, Poln. Arbeiter, 1914 - 1946
- Kasimierz Pielewa, Poln. Arbeiter, 1913 - 1946
- Oganes Mandalian, Poln. Arbeiter, 1906 - 1945 Hovhannes Mandalyan (Оганес Мандалян) - Letzter Wohnort: Kiel (tatsächliche Nationalität: russisch[16])
- Kasimir Solach, Poln. Arbeiter, 1925 - 1945
- Iwan Wolowjk, Poln. Arbeiter, 1927 - 1945 Иван Воловик (Iwan Wolowyk) - Letzter Wohnort: Krankenhaus Tönsheide (tatsächliche Nationalität: russisch[17])
- Natalja Mielwiwcz, Poln. Arbeiterin, 1916 - 1946
Kriegsgräberstätte am Innier Ehrenmal
Am 4. November 1917 beschlossen der Kirchenvorstand und das Kirchenkollegium, den Platz im Norden der Kirche als Grabplatz für die aus dem Felde überführten Gefallenen und als Gedächtnisplatz für die Gefallenen der Gemeinde nach dem vorgelegten Plan des Pastors herrichten zu lassen. Die erste Bestattung fand unter großer Beteiligung am 9. November 1917 statt. Dieser kleine Soldatenfriedhof mit sechs Gräbern aus dem Ersten Weltkrieg befindet sich unmittelbar vor dem 1922 errichteten Innier Ehrenmal. Die weiteren 39 Gedenksteine erinnern an die Gefallenen von 1914 bis 1918, die nicht in Aukrug bestattet wurden und deren Namen im Artikel Ehrenmale in Aukrug aufgeführt sind. Hier am Innier Ehrenmal wurden beigesetzt:[18]
- Bracker, Heinrich * 1884, † 1918, Homfeld

- Staven, Erwin * 1895, † 1918, Innien

- Butenschön, Henning * 1896, † 1918, Innien

- Looft, Henning * 1898, † 1917, Bünzen

- Staben, Hans * 1896, † 1917, Innien

- Carstens, Hans * 1897, † 1918, Bünzen

Über den Tod von Hans Carstens ist im Sterberegister vermerkt:
Hans Johann August Carstens * 8.3.1897 in Bünzen gest./begr. 29.1./7.2.1918, im Lazarett zu Wedel Leutnant der Res. im Res. Inf. Reg. Nr. 31 Der Verst., der als Kriegsfreiwilliger ins Feld gezogen war und mit dem Eisernen Kreuze II. und I. Klasse ausgezeichnet war, wurde am ...?... 1917 von 33 Splittern einer englischen Handgranate bei einer Erkundung verwundet und erlag nach schwerem Leiden seinen Wunden im Alter von 20 Jahren, 10 Monaten und 21 Tagen.
Kriegsgräberstätte auf dem Friedhof
Auf dem Südostteil des Aukruger Friedhofs hat ein Gräberfeld aus dem Zweiten Weltkrieg seinen Platz. 46 Patienten, die im damaligen Reservelazarett Tönsheide gestorben sind, ruhen dort. Vier der hier Bestatteten sind sowjetische Opfer des Zweiten Weltkriegs[19]. Der Gedenkstein erwähnt 43 Soldaten statt 46 Bestattete, vermutlich weil die drei Polizisten Kasper Blum, Peter Christiansen und Erich Harks als Zivilisten galten. Da der Friedhof Innien in Platznot geriet, weil die gestorbenen Soldaten nicht in ihre Heimat überführt werden konnten, entstand der Ehrenfriedhof Homfeld westlich der Straße nach Hennstedt.
Drei in Tönsheide verstorbene Soldaten waren bereits 1939 und 1940 in Block V, Reihe D bestattet worden. Wann Sie umgebettet wurden, konnte noch nicht ermittelt werden. Die Beerdigung von Valentin Isemann war am 1. Januar 1944 die erste auf dem Gräberfeld; 7 weitere folgten 1944, bevor 1945 die Zahl auf 34 (sieben davon nach dem 8. Mai 1945) anstieg und die Neuanlage des Ehrenfriedhofs in Homfeld erforderlich machte. Warum der aus Baden-Württemberg stammende Leutnant Emil Streng, der im Januar 1946 im Neumünsteraner Krankenhaus verstarb, noch sechs Monate nach Einrichtung des Homfelder Friedhofs ausgerechnet hier in einem Reihengrab begraben wurde, blieb bisher ungeklärt[20].
Der Friedhofsteil mit den 46 Gräbern wurde erst am 26. Juni 1960 unter Anwesenheit von etwa 25 Angehörigen als Kriegsgräberstätte offiziell eingeweiht.[21]
Die vier auf dem Innier Friedhof begrabenen sowjetischen Opfer waren alle sogenannte Hilfswillige der Deutschen Wehrmacht, die in den besetzten Ländern rekrutiert wurden. Die teilweise korrekturbedürftigen Grabinschriften lauten:
- Kurban Annamuratow[22] (1918–1945) Курбан Аннамура́тов aus Aschabe/Russland (tatsächlich kam er aus Turkmenistan)[23]
- Seliphon Baluschak (1896–1945) Селефон Балушак aus der Ukraine
- Beken Sofajew (1915–1944) Бекен Софаев aus Tschenkent/Türkei (tatsächlich liegt die Stadt in Kasachstan)[24]
- Garekin Madiaschwill (1913 - 1945) Гарегин Мадиашвили aus Georgien[25]
Vier weitere Ausländer wurden durch eine Suchaktion der Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg auf der Grabstätte ausfindig gemacht. Die Gemeinde Innien stellte auf Basis der Kirchenbucheinträge nachträglich Sterbeurkunden aus:
- Kasper Blum, Ungarn[26]
- Johann Weimber, Ungarn
- Robert Krebs, Österreich
- Marcel Mossler (1921-1944) aus Frankreich wurde im Mai 1949 exhumiert und in der Heimat[27] beigesetzt.
Ehrenfriedhof Homfeld
Dies ist eine Ruhestätte mit 127 Gräbern, die nach dem Zweiten Weltkrieg eingerichtet wurde, nachdem der Gemeindefriedhof 1945 die vielen Toten des Reservelazarettes Tönsheide nicht mehr aufnehmen konnte. Die Namensliste der dort Begrabenen befindet sich bei Onlineprojekt Gefallenendenkmäler[28], Bilder aller Grabsteine bei genealogy.net.[29]
Auf dem Ehrenfriedhof Homfeld sind in drei Gräberreihen nicht nur deutsche Soldaten (mit Dienstgrad) bestattet, sondern auch:
- Janis JAUNZEMIS (eigentlich aus Lettland) Янис Яунземис (Jānis Jaunzemis)
- Wasilij KOSTROW (eigentlich aus Lettland) Василий Костров (Vasiliy Kostrov)
- Gregory PETROW (eigentlich aus Lettland) Григорий Петров (Grigoriy Petrov)
- Karlis FREIMANIS (eigentlich aus Lettland) Карлис Фрейманис (Kārlis Freimanis)
- Traian Ungureanu (eigentlich aus Rumänien) Траян Унгуряну (Traian Ungureanu) [30].
Er ist damit laut Information des Büros für Kriegsgräberfürsorge und Gedenkarbeit an der Botschaft der Russischen Föderation eine sowjetische Kriegsgräberstätte für fünf[31] Opfer des Zweiten Weltkriegs[32].
Sieben der Grabsteine nennen Frauennamen, auf drei Steinen ist statt eines Namens "Unbekannt" vermerkt. Laut Grabsteindaten wurden Max Bensemann und Josef Kapa am 2. Juni 1945, also nur 25 Tage nach dem offiziellen Kriegsende am 8. Mai 1945[33], als erste dort bestattet. Die meisten starben 1945 (61 Tote) und 1946 (38 Tote), dann nahmen die Sterbefälle 1947 (17 Tote) in Tönsheide deutlich ab. Im dritten Nachkriegsjahr 1948 erfolgten weitere sechs Beerdigungen, 1949 wurden Erna Krispin und Margarete Macher dort als letzte beigesetzt[34]. Im Dezember 1946 meldete das Krankenhaus in einer Liste die seit dem 3. September 1939 verstorbenen Ausländer mit Angabe ihrer Beerdigungsstätte. Dank dieses Schreibens lassen sich drei weitere Nationalitäten und ein weiterer Lette auf dem Friedhof nachweisen:
- Ignatz Stauja, Lettland (Игнац Стауя)
- Eugen Ripper, Österreich
- Stefan Stinner, Ungarn
- Arnold Weigoni, Tschechoslowakei
- Robert Leferre aus Belgien wurde exhumiert und in der Heimat beigesetzt[35]
Siehe auch
- Ehrenmale in Aukrug
- Archiv:Ehrenmale und Soldatenfriedhöfe
- Archiv:Einiges aus den letzten 150 Jahren
- Grabstätten von Aukruger Kriegstoten
Suchbegriffe in kyrillisch
Ключевые слова для поиска:Воинское захоронение Аукруг (Winkelsbostel / Tönsheide / Homfeld), лагерь Виденборстель (Wiedenborstel), Шлезвиг-Гольштейн. Русский воинский мемориал, военнопленные Первой мировой войны, советские принудительные рабочие Второй мировой войны.
Einzelnachweise
- ↑ siehe Diskussionsseite zu diesem Artikel
- ↑ Rainer F. Schmidt: Der Zweite Weltkrieg. Die Zerstörung Europas, Berlin-Brandenburg, 2008, ISBN=978-3-89809-410-8
- ↑ Sowjetische Kriegsgräberstätten in Deutschland
- ↑ Namensliste Kriegsgräberstätte Tönsheide auf genealogy.net
- ↑ kyrillische Form sehr unsicher, da der Name vollkommen verballhornt wurde
- ↑ Leceg“ existiert im Französischen nicht. Höchstwahrscheinlich wurde die geschwungene französische Handschrift (z.B. ein g oder yer am Ende) von deutschen Schreibern fälschlich als „ceg“ entziffert. Einen Nachnamen „Leceg“ gibt es im Französischen nicht. Historische Abgleiche mit französischen Gefallenenlisten des Ersten Weltkriegs zeigen, dass es sich hierbei fast sicher um eine drastisch verballhornte Schreibweise des sehr häufigen französischen Nachnamens Lecocq (oder Lecoq, gesprochen: Lökokk) handelt.
- ↑ siehe Aukrug_im_Nationalsozialismus#Zwangsarbeiter_in_Aukrug
- ↑ Rolf Keller, Silke Petry (Hg.): Sowjetische Kriegsgefangene im Arbeitseinsatz 1941–1945. Göttingen 2013, S. 198
- ↑ Wenn Arbeitskräfte durch Unterernährung, Krankheit (wie Tuberkulose) oder Verletzungen ausfielen, drängten die Betriebe und Arbeitsämter allerdings frühzeitig auf die Abschiebung in die besetzten Heimatgebiete, um Kosten zu sparen. Bis zur Wende des Krieges im Winter 1942/43 wurden erkrankte Zwangsarbeiter schon nach zwei bis drei Wochen in ihre Heimat zurückgeschickt, „da sich der Arbeitseinsatz nicht lohnt“. Erst als der „Nachschub“ knapp wurde, wurde die Zeit auf bis zu acht Wochen ausgedehnt. (Zwangsarbeit und Krankheit bei www.geschichte-s-h.de)
- ↑ Für den Kreis Rendsburg sind 14 Exhumierungen von Franzosen und entsprechende Umbettungen in die Heimat dokumentiert.
- ↑ Gemäß Meldung 1946 verstorbene Ausländer in Tönsheide.
- ↑ Gemäß Meldung 1946 verstorbene Ausländer in Tönsheide.
- ↑ Gemäß Meldung 1946 verstorbene Ausländer in Tönsheide.
- ↑ Das als „Poln. Kind“ eingetragene Baby war sehr wahrscheinlich ethnisch russisch/sowjetisch.
- ↑ Gemäß Meldung 1946 verstorbene Ausländer in Tönsheide.
- ↑ Gemäß Meldung 1946 verstorbene Ausländer in Tönsheide.
- ↑ Gemäß Meldung 1946 verstorbene Ausländer in Tönsheide.
- ↑ Innien (Gedenkanlage) auf Onlineprojekt Gefallenendenkmäler
- ↑ Vier russische Gräber zeigt auch ein Friedhofsplan aus dem Jahr 1949, der allerdings 49 Gräber insgesamt angibt. Möglichweise wurden Exhumierungen vorgenommen, von denen bisher nichts bekannt ist. Besonders französische Soldaten wurden nach 1945 konsequent nach Frankreich umgebettet.
- ↑ Vermutlich war das Gräberfeld schon lange vor seiner offiziellen Einweihung als "Soldatenfriedhof" vorgesehen?
- ↑ 125 Jahre Kirche in Aukrug, Festschrift und Programm zum Kirchenjubiläum, Ev.-Luth. Kirchengemeinde Aukrug (Hrsg.), medienhandwerk.com GmbH, Aukrug 2018
- ↑ In vielen Urkunden und Schreiben auch er als Kurban Armanwockow geführt.
- ↑ "Aschabe" gibt es nicht und der Eintrag wurde schon nach dem Weltkrieg bei den Suchaktionen als "hier nicht bekannt" gekennzeichnet. Gemeint sein könnte die Stadt Aschgabat in Turkmenistan. Das Land steht in seinem Totenschein aus Tönsheide.
- ↑ heute Schymkent
- ↑ Innien (Kriegsgräberstätte) auf Onlineprojekt Gefallenendenkmäler
- ↑ Kasper Blum war zuvor im KZ Neuengamme, was noch nicht weiter erforscht ist.
- ↑ Auf dem Friedhof in Téterchen.
- ↑ Homfeld (Kriegsgräberstätte) beim Onlineprojekt Gefallenendenkmäler
- ↑ Namensliste Ehrenfriedhof Homfeld auf genealogy.net
- ↑ Laut Mitteilung des Kreises Rendsburg 1949 war er rumänischer Staatsbürger
- ↑ Andere Quellen sagen vier
- ↑ Grabstätte für fünf sowjetische Opfer des Zweiten Weltkriegs (Lage auf der Seite falsch angegeben, auch das Bild ist nicht korrekt zugeordnet). Der Friedhofsplan von 1949 weist vier russische Gräber aus. Vielleicht wurde später der 1946 verstorbene Lette als fünfter "Russe" gezählt?
- ↑ Neumünster wurde bereits am 3. Mai 1945 kampflos den britischen Truppen übergeben.
- ↑ Die drei Steine mit "unbekannt" tragen kein Datum, daher nur 124 in der Aufrechnung
- ↑ Handschriftliche Notiz in dem Schreiben vom 7. Dezember 1946