Ehemalige Vereine in Aukrug

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Tanzveranstaltung der Aktion Jugendtreffpunkt zur Aukrug 850-Jahr-Feier 1978: Olaf Kruse, Inge Rehder (Butenschön), Volker Baltruschat, Kirsten Staben, Jochen Rehder, "Ole" Ritter, Bernd Asmus

Die Liste ehemaliger Vereine basiert auf der Chronik von 1995, die bereits einige Kurzdarstellungen von Aukruger Vereinen enthielt, die es heute nicht mehr gibt.

Aktion Jugendtreffpunkt Aukrug

Die Aktion Jugendtreffpunkt Aukrug organisierte die sogenannte offene Jugendarbeit von 1972 bis 1990.

Bezirksbauernverband Aukrug

Bezirksbauernversammlung, Redner: Sönke Paulsen (links Peter Carstens-Behrens, rechts Heinz Wilhelm Fölster)

Der Bezirksbauernverband nahm nach dem Zweiten Weltkrieg 1948 seine Arbeit wieder auf. Im Bezirk mit den fünf Aukrugdörfern waren Fritz Witt und später Hans Behrens vom Auhof die Vorsitzenden.

1974 wurden die Bezirke Wasbek und Aukrug zusammengelegt, Hans Doose aus Wasbek wurde Vorsitzender, dann übernahm Peter Carstens-Behrens aus Aukrug-Innien das Amt bis 1994. Claus Voß aus Arpsdorf übernahm den Posten zusammen mit einer neuen Gruppe an Ortsvertrauensleuten, die zusammen den Bezirkshauptausschuß bildeten. Der Vorsitzende organnisierte mit dem Hauptausschuß die Winterversammlungen, hielt die Verbindungen zum Kreis- und Landesverband und brachte dort die Anliegen der lokalen Bauern ein. Andersrum wurden die Bauern in den Versammlungen über die Arbeit der Kreis- und Landesverbände des Schleswig-Holsteinischen Bauernverbandes informiert. Die Demonstrationen des Verbandes in Kiel und Lübeck sowie das Abbrennen von Buschfeuern hatte wenig Einfluß auf die Politik der frühen 1990er-Jahre, stärkte aber die Solidarität und die Gemeinschaft der Bauern.

Die kleinsten Zusammenkünfte waren die Ortsverbände der einzelnen Dörfer. Die Ortsbauernschaften von Innien und Bargfeld hatten sich 1995 bereits zusammengeschlossen, weil es immer weniger Bauernstellen gab. Durch sinkende Einkommen haben immer mehr Bauern aufgegeben. Viele Aukruger Landwirte haben zum Beispiel auch erhebliche Summen durch die Nordbutter-Pleite verloren. Einige fragen: „Brauchen wir den Bauernverband? Brüssel macht doch, was es will!" Peter Carstens-Behrens sagte ganz entschieden: „Ja, und besonders an der Basis!"

Nach Auflösung fast aller Bezirksverbände im Kreis Rendsburg-Eckernförde Anfang der 2000er-Jahre ist bis heute der Kreisbauernverband mit seiner Geschäftsstelle ist ein wichtiger Anlaufpunkt für Beratungen bezüglich Pacht, Kauf, Betriebsaufgabe, Überlassungen und auch für den sozialen Sektor. Außerdem brauchen die Bauern eine Hilfe für den immer größer werdenden Papierkrieg. Als Mitglied des Vorstandes und als Vorsitzender des Kreisbauernverbandes war Heinz-Wilhelm Fölster aus Aukrug fast 20 Jahre aktiv.

Eltern für unbelastete Nahrung

Es war einer von drei größeren Vereinen, die 1986 nach der Tschernobyl-Katastrophe in Deutschland entstanden sind, und wurde in Kiel gegründet. Betreuerin für das Gebiet Aukrug war Ingrid Stölting-Stock aus Innien. Zuvor waren es Gisela Schulz, Peter Höhne und dann Bärbel Thom. Wie der Name des Vereins aussagt, ging es ursprünglich darum, vor allem Kinder mit radioaktiv unbelasteter Nahrung zu versorgen. Messungen wurden durchgeführt, mittlerweile in den beiden Labors Kiel und Norderstedt und die Ergebnisse in der Vereinszeitung veröffentlicht.

Zwischenzeitlich kümmerte sich der Verein auch um andere Gifte, z.B. Schwermetalle und Nitrate in Nahrung und Trinkwasser, und um die radioaktive Belastung der Luft. 43 Meßstellen erfassten damsls in Norddeutschland als Meßnetz für Umgebungsstrahlung die Luftradioaktivität und speichern die Daten nach Möglichkeit auch ab. Eine dieser Meßstationen betreute seit Januar 1990 Peter Höhne in Innien. Meßsonde, Anzeigegerät und Datenspeicher wurden zur einen Hälfte von der Gemeinde Aukrug finanziert, zur anderen durch Spenden Aukruger Firmen und Privatpersonen. Alle zehn Minuten wurde automatisch ein Meßwert ermittelt und gespeichert. Die gespeicherten Daten wurden jeden Monat über einen Computer ausgedruckt und an die Zentrale des Meßnetzes und das Amt Aukrug weitergegeben. Bei außerordentlich hoher Luftradioaktivität gab das Meßgerät sofort Alarm. Sobald dieser wahrgenommen wurde, sollte ein Anruf an die Zentrale gehen. Wären zeitgleich auch von anderen Meßstationen Alarmmeldungen eingegangen, hätte sie den Alarm bestätigt, und die Mitglieder des Vereins sowie die Öffentlichkeit informiert. Zum Glück hatte sich so etwas nach der Einrichtung des Meßnetzes nicht ereignet.

Die damalige Einschätzung der Situation "Solange es noch Kernkraftwerke gibt, befinden wir uns zwischen Tschernobyl und dem nächsten GAU (Größter Anzunehmender Unfall), und die Innier Meßstation könnte dann wertvolle Hinweise darauf geben, wieviel wir davon abbekommen" hat sich inzwischen durch die Nuklearkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 als realistisch herausgestellt.

Frauenchor der Volkshochschule Aukrug

Der Frauenchor der Volkshochschule Aukrug bestand von 1966 bis 2015.

Frauenverein Innien und Umgegend

Schon seit 1910 engagieren sich Menschen in Aukrug für das Deutsche Rote Kreuz. 1994 zählte der Ortsverein 162 Mitglieder, die sich im sozialen Bereich, der Seniorenarbeit, im Sanitätsdienst, in der humanitären Hilfe und im Katastrophenschutz engagieren. 1910 gegründet als Vaterländischer Frauenverein im Roten Kreuz von Innien und Umgegend firmierte er nach dem Ersten Weltkrieg als Frauenverein Innien und Umgegend und später als DRK Innien.

Inner Gill

Nach dem Vorbild in anderen Ortsteilen kam es auch in Innien im Rahmen einer Bürgerversammlung am 23. Februar 1979, unter der Leitung des Ortsbeiratsvorsitzenden Alfred George, zur Gründung der Dorfgilde „Inner Gill" (hochdeutsch: Innier Gilde). Sie machte es sich für die Ortsteile Innien und Tönsheide zur Aufgabe, die Dorfgemeinschaften zu festigen und zu fördern und das im jeweiligen Ortsteil gewachsene kulturelle Leben zu pflegen.

Krieger- und Kampfgenossen-Verein Innien

Orden des Krieger- und Kampfgenossen-Vereins Innien. Preußischer Landeskriegerverband Mitgliedsabzeichen für 25 Jahre (2.Form). Dieser wurde verliehen von 1920 bis 1933.

Manchmal wirft ein Fundstück Fragen auf, wie dieser Orden des Innier Kriegervereins. Zumindest ist so sein genauer Name überliefert aber eben auch nicht mehr. In deen Chroniken wird nur zwei Mal auf das Wirken des Vereins hingewiesen, der wohl dörferübergreifend arbeitete und als einer der ersten den Aukruggedanken mit förderte. Durch eine Postkarte wissen wir außerdem von seiner Teilnahme an der Eröffnungsfeier des Kriegderdenkmals Innien. Das Chronikteam sucht daher weitere Informationen über den Verein und seine aktiven Mitglieder!

Ein paar allgemeine Informationen zum Thema konnten schon ermittelt werden:

Das vorliegende Abzeichen für Mitglieder (Schild ohne oben eingehängtes Eichenlaub), Abzeichen für 25 Jahre mit silbernem Eichenlaub und 25 darauf und für 50 Jahre mit goldenem Eichenlaub und 50 darauf. Die 1. Form der Abzeichen unterscheidet sich von der 2. Form durch den erhaben geprägten Adler auf dem Wappenschild. Das Eichenlaub ist V-förmig angeordnet mit aufgelegtem spitzen Schild mit Jahreszahl darauf. Über dem Schild die preußische Königskrone. Die 2. Form zeigt den Adler im Schild flach. Das Eichenlaub ist oval im Kranz angeordnet. Darin ein ebenfalls spitzes Schild mit Jahreszahl. Über dem Schild jetzt die Abbildung des Kyffhäuserdenkmals. Die 1. Form wurde bis ca. 1920 ausgegeben, danach die Version mit Kyffhäuserdenkmal.

Beschreibung: Geschwungenes, spitzes Wappenschild. Der Hintergrund diagonal schwarz-weiß emailliert. Mittig flach geprägt der preußische Adler. Oben mittig eine quer stehende Öse. Darin eingehängt an kleinem Ring das Eichenlaub. Hinten eine waagerechte Anstecknadel auf dem Eichenlaub. Auf dem Wappen 2 Splinte und eine Abdeckplatte zur Befestigung des Bandes. Unten am Band geprägte Fransen in Farbe der Stufe. Herstellerbezeichnung auf der Platte.

Kriegervereine wurden vereinzelt bereits nach den Koalitionskriegen gegründet. Seit 1842 bildeten sich besonders in Preußen zahlreiche so genannte Militär-Begräbnisvereine, nachdem König Friedrich Wilhelm IV. ihrer Gründung eine gesetzliche Grundlage gegeben und ihnen besondere Rechte verliehen hatte.

Die Kämpfe der Märzrevolution ab 1848, insbesondere der dreijährige Krieg in Schleswig-Holstein, gaben weiteren Anlass für die Bildung von Kriegervereinen. Doch nahmen derartige Bestrebungen erst nach den Kriegen von 1864, 1866 und 1870/71 in allen Teilen des Deutschen Reiches einen besonderen Aufschwung. (aus: wikipedia.de)

Über Jahrhunderte hinweg war der dänische König Landesherr über die Herzogtümer Schleswig und Holstein gewesen. Am 24. März 1848 erhoben sich die deutsch sprechenden Schleswig-Holsteiner gegen Dänemark. Über die Dauer von annähernd drei Jahren - in der Zeit von 24.03.1848 bis zum Ende der Erhebung am 01.02.1851 – war Schleswig-Holstein ein selbständiger Staat, der sich militärisch mit Dänemark auseinandersetzte.

Am 24. März 1848 kam es zur Ausrufung der provisorischen Regierung in Kiel und der Loslösung von Dänemark. Eine kriegerische Auseinandersetzung war die Folge. Entzündet hatte sich die Erhebung der Schleswig-Holsteiner an dem Sprachenstreit und der Interpretation des Vertrages von Ripen 1460 „Op ewich ungedeelt“. Nach dem Scheitern der Erhebung infolge der vom Deutschen Bund auf Druck der europäischen Großmächte eingestellten Unterstützung gehörten Schleswig, Holstein und Lauenburg wieder zum dänischen Gesamtstaat. Erst in der Folge des preußisch-österreichisch-dänischen Krieg von 1865 wurde Schleswig-Holstein preußische Provinz. Danach schlossen sich in vielen Dörfern und Städten die Veteranen der Erhebung zu Kampfgenossen Vereinen zusammen und pflegten die patriotische Erinnerung an das Geschehen. (aus: wilster.de)

Landjugend Aukrug

Die Landjugend Aukrug bestand von 1949 bis in die 1970er Jahre. Hauptanliegen des Vereins war es, die Lebens- und Bleibeperspektiven junger Menschen in ländlichen Räumen zu erhalten und zu verbessern.

Landwirtschaftlicher Verein an der Bünzau

Der Landwirtschaftliche Verein an der Bünzau gegründet am 30. März 1869 als Landwirthschaftliches Casino an der Bünzer Aue in der Harmsschen Gastwirtschaft in Bünzen war ein Zusammenschluss der Bauern im Aukrug. Er bestand bis 1933.

Der Nerother Wandervogel

Es gibt nicht wenige Jugendliche und Männer im Aukrug, die dem Nerother Wandervogel angehör(t)en. Untrennbar mit diesem verbunden ist der Name Helmut Schröder. Er war ein Mensch mit ungewöhnlich großem pädagogischen Engagement, das von seinem Beruf als Lehrer über die freie Jugendarbeit bis hin zur Altenarbeit reichte. Sein plötzlicher Tod 1990 war nicht nur für seine Familie ein herber Verlust. Es ging auch eine ganz besondere Ära der Jugendarbeit in Aukrug zuende.

Als Nerother Wandervogel tief in den Traditionen der Jugendbewegung verwurzelt, gab er vielen Jungen prägende Impulse. Kein Nerother wird die wöchentlichen Heimabende mit den gelegentlichen Tschairunden, die Wochenendfahrten, Pfingstlager und Großfahrten im Sommer je vergessen. Die Heimabende waren prall gefüllt mit Streifzügen in die Literatur, Spielen, Fahrtvor- und -nachbereitungen und natürlich Liedern. Es war eine Welt für sich. Die Großfahrten gingen bis zum Nordkap und nach Afrika. Weite in der Erfahrung der Welt führte zur Weite des Denkens. So mancher junge Mann verdankt nicht zuletzt seinem Fähnleinführer Helmut Schröder die Aufgeschlossenheit und innere Unabhängigkeit als Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben.

Schweinegilde Aukrug

Schweinegilde „Aukrug" Sitz Homfeld

Die Schweingilde Aukrug war ein Verein mit Sitz in Homfeld, der von 1893 bis 1994 bestand. Bauern und Bürger taten sich zusammen, um sich gegen den Verlust des Viehs zu versichern. In der Gilde half man einander in Notlagen durch Verlust eines oder mehrerer Schweine. Später bestand die Gilde aus Tradition und feierte den legendären Schweineball.

Tourismusverein Naturpark Aukrug

Der Tourismusverein Naturpark Aukrug wurde am 31. März 1969 als Fremdenverkehrsverein Naturpark Aukrug gegründet. Er bestand bis zu seiner Fusion mit Mittelholstein Tourismus im September 2020.