Flüsse und Bäche in Aukrug

Aus Aukrug Geschichte Wiki
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Fast alle Flüsse in der Gemeinde Aukrug münden in die Bünzau.

Schon sehr früh haben sich die Wasser- und Bodenverbände das Ziel gesetzt, die wenigen naturbelassenen Flüsse und Bäche in Aukrug im Aukrug zu erhalten und die kanalisierten und verrohrten Fließgewässer naturnah umzugestalten. Neben der Bünzau gibt es eine Vielzahl von kleineren Fließgewässern, die in diesem Artikel kurz beschrieben werden.

Bitternbek

Die Bitternbek ist ein rechter Nebenfluss der Buckener Au.[1] Der Fluss hat eine Länge von ca. 3,2 km und bildet im Verlauf mehrfach die Grenze zwischen den Kreisen Rendsburg-Eckernförde und Steinburg. Sie entspringt auf dem Gebiet der Gemeinde Aukrug südlich des Boxbergs und mündet östlich von Grauel in die Buckener Au. Der Oberlauf der Bitternbek wird für mehrere Fischteiche gestaut.

Bredenbek

Bredenbek nahe der Mündung in die Bünzau

Die Bredenbek hat eine Länge von ca. 8 km. Sie entspringt nördlich von Wasbek. Westlich von Aukrug-Bargfeld mündet sie in die Bünzau.

Buckener Au

Die Buckener Au ist ein etwa 12 km langer Quellfluss der Bünzau. Sie entspringt südwestlich von Hohenwestedt. Bei Innien vereinigt sie sich mit der kürzeren Fuhlenau zur Bünzau. Bei Homfeld werden in den Niederungen der Au Heckrinder gehalten.

Burbek

Die Burbek hat eine Länge von ca. 2,5 km. Der Bach entspringt zwischen den Ortsteilen Homfeld und Innien und mündet östlich von Innien in die Bünzau. Der überwiegende Teil des Flusslaufes wurde während der Flurbereinigung verrohrt, lediglich 250 m des Oberlaufes Nähe des Erlenhofes und die letzten 300 m des Unterlaufes im Rempen sind noch naturnah erhalten.

Fuhlenau

Die Fuhlenau ist ein 8 km langer Quellfluss der Bünzau. Sie entspringt nordwestlich von Gnutz im Bargstedter Moor. Bei Innien vereinigt sie sich mit der längeren Buckener Au zur Bünzau.

Glasbek

Renaturierter Unterlauf der Glasbek im April 2013

Die Glasbek (in alten Karten auch Glasebek oder Glosebek)[2] ist ein rechter Nebenbach der Bünzau. Der Bach hat eine Länge von ungefähr 3 km und bildet die Grenze zwischen den Kreisen Rendsburg-Eckernförde und Steinburg. Sie entspringt südöstlich des Tönsheider Waldes zwischen Aukrug und Sarlhusen und mündet südlich von Aukrug-Bargfeld in die Bünzau.

Der im Wald verlaufende ca. 1 Kilometer lange Oberlauf ist naturnah erhalten, während der Unterlauf seit der Flurbereinigung großteils in Rohren verlief und nur an einigen Stellen als Wassergraben erkennbar war. Im Frühjahr 2012 begannen die Baumaßnahmen für die Renaturierung des Unterlaufes.

Weitere Bilder in der Bildergalerie Renaturierung Glasbek 2012/2013.

Höllenau

Die Höllenau hat eine Länge von 14,5 km. Sie entspringt im Schönbeker Moor östlich von Nortorf in der Nähe von Schönbek und mündet in Aukrug in die Bünzau. Beim Ortsteil Böken mündet in sie der Nebenfluss Mitbek.

Kapellenbach

Oberlauf des Kapellenbaches

Der Kapellenbach (in alten Karten auch Kapellenbek oder Spannbek) hat eine Länge von ca. 3 km. Er entspringt in der Nähe der L121 südöstlich von Aukrug-Homfeld, speist im Ortsteil Bünzen den Mühlenteich der Bünzer Wassermühle und mündet dort in die Bünzau. Drei der Quellen sind mit Steinen eingefaßt und liefern über 200 Minutenliter. Früher galten sie als heilkräftig. Es wird erzählt, daß alte Leute sich in Krankheitsfällen von dort Wasser holen ließen.[3]

Mitbek

Die Mitbek hat eine Länge von ungefähr 4 km. Der Fluss entspringt südlich von Nortorf in der Nähe von Krogaspe, fließt mit der Eckbek zusammen und mündet bei Böken in die Höllenau.

Röfskampgraben

Der Röfskampgraben ist ein Wassergraben mit einer Länge von ca. 600 m. Er entspringt in Aukrug-Innien südlich des Bahnhofs und mündet weiter östlich in den Hühnerkampsteich, der in die Bünzau entwässert.

Sellbek

Die Sellbek auf dem Gelände des Golfclubs Aukrug

Die Sellbek (in alten Karten auch Ellhornbek) hat eine Länge von ungefähr 3,5 km. Sie entspringt südlich von Aukrug im Naturschutzgebiet Tönsheider Wald auf dem Gelände der Fachklinik Aukrug, unterquert die Kreisstraße 88 von Aukrug nach Sarlhusen, fließt dann über das Gelände des Golfplatzes und mündet südlich von Aukrug-Bünzen in die Bünzau.

Im Oberlauf fließt sie als natürlich mäandrierender Bach durch ein Waldgebiet der Kurt- und Erika Schrobach-Stiftung. Derr Unterlauf war bis 2019 auf einer Länge von ca. 1.600 m verrohrt, bevor sie als begradigter Vorfluter in den Talraum der Bünzau mündete. Bereits seit 1994 wurde die Renaturierung dieses Abschnittes geplant. Im Landschaftsrahmenplan aus dem Jahr 2000 war vorgesehen, die Sellbek, die Glasbek und die Tönsbek zu entrohren und naturnah zu gestalten. Als letzte der drei Bäche wurde die im Rohr fließende Sellbek im Winter 2019 renaturiert ist nun zwischen dem Aukruger Golfplatz und der Bünzau ein offen fließendes Bächlein. Mit dieser Maßnahme erfüllt die Schrobach-Stiftung in enger Zusammenarbeit mit dem Wasser- und Bodenverband Bünzau die Ziele von Natura 2000 und der EU-Wasserrahmenrichtlinie.

Steenbek

Die Steenbek hat eine Länge von ca. 2,6 km. Sie entspringt im Ortsteil Homfeld und mündet weiter nördlich in die Buckener Au. Der Oberlauf wird für mehrere Fischteiche gestaut, der Unterlauf wurde im Rahmen der Flurbereinigung in vielen Abschnitten begradigt oder verrohrt.

Tönsbek

Renaturierter Unterlauf der Tönsbek im April 2018

Die Tönsbek hat eine Länge von ungefähr 4,5 km. Sie entspringt westlich von Aukrug-Bargfeld, unterquert die Landesstraße 121 in der Nähe der Fachklinik Aukrug, fließt dann durch den Aukruger Ortsteil Bargfeld und mündet südlich von Aukrug-Bünzen beim Segelfluggelände Aukrug in die Bünzau. Der Unterlauf wurde während der Flurbereinigung verrohrt und inzwischen wieder renaturiert.

Wischbek

Die Wischbek hat eine Länge von ca. 5 km, entspringt in der Nähe der Bundesstraße 430 westlich von Wasbek im ehemaligen Wasbeker Moor und mündet zwischen Aukrug-Bünzen und Arpsdorf in die Bünzau.

Einzelnachweise

  1. Projekt "Wasser" der Grundschule Hennstedt 2010 bis 2011
  2. Georg Reimer: Die Wassermühlen im Amte Rendsburg, Heimatkundliches Jahrbuch 1955 für den Kreis Rendsburg, S. 84–129, Verlag Heinrich Möller
  3. Heimatbuch des Kreises Rendsburg 1922