Chronologie Aukrugs

Aus Aukrug Geschichte Wiki
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So könnte die Burg Bori von Osten her ausgesehen haben. Die Passage durch den Wall ist gefunden worden, auch die Feuerstelle in der Mitte des rechts zurückliegenden Torhauses.
So könnte der Bünzer Hafen früher ausgesehen haben (Blick von Westen), von W. Hauschildt
So mag die Kapelle zu Innien ausgesehen haben (Zeichnung: Angela Röber)

Die Chronologie Aukrugs listet Ereignisse der Geschichte in Aukrug und den Aukrug-Dörfern tabellarisch auf.

2022

2016

  • 5. Juni bis 21. Juli: 8. Aukrug-Woche passend zur 888-Jahrfeier des Aukrugs nach Erstwähnung im Jahre 1128.

2013

  • 24. Juni: Das Aukruger Postleitzahlenfest war eine 17 Tage dauernde Aukrug-Woche (die 7.) rund um den 24.6.13, bei dem die Aukruger Postleitzahl 24613 im Mittelpunkt stand.

2010

  • 7. Mai bis 16. Mai: Die Gemeinde Aukrug feierte ihr 40-jähriges Bestehen mit der sechsten Aukrug-Woche.

2003

  • 13. Juni bis 22. Juni: 875-Jahrfeier mit der fünften Aukrug-Woche (Erstwähnung im Jahre 1128).

1995

  • 2. bis 11. Juni: Die Gemeinde Aukrug feierte ihr 25-jähriges Bestehen mit der vierten Aukrug-Woche.

1988

  • Am 18. Dezember ereignete sich auf der Eisenbahnbrücke über die Bünzau ein schwerer Unfall. Ein Arbeitswaggon hatte sich selbständig gemacht und rollte aus Richtung Innien in eine Arbeitergruppe hinein, die beim Auswechseln der Brückenträger war. Sechs Personen wurden zum Teil schwer verletzt.

1986

Der Bauernhof Struve brennt 1986
  • Am 10. Juni vernichtete ein Brand den Bauernhof Struve in Böken.

1984

  • Am 1. August stürzte während einer Manöverübung ein neun Tonnen schwerer Panzer von der der Homfelder Eisenbahnbrücke. Der Kommandant und ein anderes Mitglied der Besatzung kamen dabei ums Leben. Die beiden anderen Besatzungsmitglieder wurden schwer verletzt.

1983

Löscharbeiten beim Auhof 1983
  • Am 21. Juli brannten in Innien die Wirtschaftsgebäude des Behm'schen Hofes und am 11.August die des Auhofes nieder.

1982

  • 6. bis zum 15. August: Die dritte Aukrug-Woche wurde gefeiert. Der Männergesangverein Innien von 1882 wurde l00 Jahre alt, die Freiwillige Feuerwehr Innien 75, der TSV Aukrug von 1922 beging seinen 60. Geburtstag und der kommunale Kindergarten der Gemeinde Aukrug sein l0-jähriges Bestehen.

1981

Anna Siem 1981
  • Am 13. Oktober beging Anna Siem aus Innien ihren einhundertdritten Geburtstag.

1978

  • 30. Juni bis 9. Juli: Zweite Aukrug-Woche anlässlich der 850-Jahr-Feier Aukrugs.

1976

Frieda und Willy Koepke 1976
  • Am 6. November feierten Frieda und Willy Koepke aus Homfeld das seltene Fest der Diamantenen Hochzeit.

1973

1972

  • 11. September bis 17. September: Erste Aukrug-Woche anlässlich des 90-jährigen Jubiläums des Männergesangvereins und des 50-jährigen Jubiläums des TSV Aukrug.

1969

  • 31. Dezember: Die Gemeinde Aukrug entstand durch den Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Aukrug-Dörfer.

1968

  • 2. Juli: Mit dem Aukrug-Vertrag wurde die Gründung der Gemeinde Aukrug beschlossen. Mit ihm wurde die Zusammenlegung der fünf ehemaligen Gemeinden Innien, Böken, Bünzen, Bargfeld und Homfeld zu einer amtsfreien Gemeinde geregelt.

1966

1947

  • Die Einwohnerzahl von Innien beträgt 1360.

1943

  • Eintrag in der Böker Schulchronik im Januar: Zum 10. Jahrestag der Machtübernahme durch den Führer wurde zu einer Sonderspende für das W.H.W. (Winterhilfswerk) aufgerufen. Wir Zellen- und Blockwarte sagten uns, daß diese Sammlung ein gewaltiges Bekenntnis der Dorfgemeinschaft zum Führer und seinem Werke werden müßte und gingen mit 50 RM als Beispiel voran, und das Beispiel wirkte. Es sind von 83 Haushaltungen 1744 RM = 21 RM je Haushalt = pro Kopf der deutschen Bevölkerung des Dorfes 6,98 RM. Das ist mehr als 1000 % Steigerung!

1942

  • Eintrag in der Böker Schulchronik: Bei der Wollsachensammlung um die Jahreswende für die Ostfront sind in Böken abgeliefert: 24 Paar Strümpfe, 35 Paar Pulswärmer, 15 Schals usw. usw. — 1092 Stücke! Außerdem sind 3 Grammophone und 282 Platten abgegeben für die Front. Die Frauen des Dorfes haben an zwei Abenden Pantoffeln aus Stoffresten für die Lazarette genäht, 30 Paar konnten abgeliefert werden.
  • Eintrag in der Böker Schulchronik im Januar: Der Winter ist mit großer Kälte eingekehrt, bis zu minus 22 Grad. Das Brotkorn scheint knapp zu werden. Alles ist restlos abzuliefern. Bauernführer, Bürgermeister und Zellenleiter der Partei haben Ende Januar alle Böden nachgesehen und ca. 140 Zentner Roggen können noch abgeliefert werden.
  • Eintrag in der Böker Schulchronik im März: Auf der Bünzer Feldmark und in Böken neben der Schule werden Scheinwerferstellungen ausgebaut. Am 3.3. abends gegen 23 Uhr hat der Scheinwerfer in Bünzen zum erstenmal Flugzeuge gesucht. Bis März wurden eine ganze Anzahl neuer Scheinwerfer aufgestellt. Am 28.3. ist in Gnutz beim Gehöft „Brodschapp" ein englischer Wellingtonbomber abgestürzt.
  • Eintrag in der Böker Schulchronik im März: Am 21. März wurden zwei Knaben und ein Mädchen entlassen. Am Sonntag, den 22., findet in Innien die feierliche Verpflichtung der zu entlassenden Schüler auf Führer und Reich statt. Zugegen sind die Ortsgruppen (der NSDAP) Innien und Wasbek (solche Feier fand dieses Jahr erstmalig statt). Bis zum 25.3.42 sind aus unserer Gemeinde 76 Mann eingezogen, von denen acht Weltkriegsteilnehmer (1. Weltkrieg) wieder entlassen sind.
  • Eintrag in der Böker Schulchronik im April: Die Frauen des Aukrugs haben wieder etwa 120 Lazarettanzüge ausgebessert. Die Rationen an Fett, Fleisch und Brot sind herabgesetzt ab 6.4.42. Das ist nicht schön, aber notwendig, damit wir den Krieg gewinnen.
  • Eintrag in der Böker Schulchronik Ende März: Lübecker Kirchen durch Bomben zerstört. Sammlung von Geschirr und Schüsseln für deutsche Umsiedler (Rückwanderer). Zwei Kisten konnten wir packen.
  • Eintrag in der Böker Schulchronik April: Am 24.4. brachten zwei große Möbelautos einen Teil der Akten des Staatsarchivs Kiel nach hier. Sie sind in der 2. Klasse untergebracht.

1910

  • Innien zählte 1910 schon 650 Einwohner. und 1947 1360.

1908

  • Im gleichen Jahr wurde das Elektrizitätswerk Innien gebaut, das den Aukrug mit Gleichstrom versorgen sollte. 1913 wurde es mit dem E-Werk Loop zur Oberlandzentrale Mittelholstein vereinigt. Nach 1920 übernahm das E-Werk Neumünster das Werk.

1900

Das Frauenheim 1910

1893

  • 1893/94 legte Innien eine Wasserleitung an. Das Wasser läuft von den Quellen am Redder nach dem Hölln durch natürlichen Druck in die beiden Wassertürme und kann 5 m hoch steigen. Überflüssiges und ablaufendes Wasser wurde 1908 zur Wasserversorgung nach Böken geleitet.

1878

  • 1878 wurde die Chaussee Nortorf-Lockstedter Lager (Hohenlockstedt) gebaut und 1877 die Westholsteinische Eisenbahn (Neumünster-Heide) eröffnet. Nun setzte ein ,gewaltiger Aufschwung auf allen Gebieten ein.

1875

  • 1875 hatte Innien 220 Einwohner

1870

  • Im Krieg von 1870/71 fielen aus dem Aukrug Hans Lüneburg aus Bargfeld, Hans Ibs aus Bünzen und C. Jargstorf aus Innien bei Gravelotte und O. Rehder aus Homfeld bei Belfort. Ihre Namen stehen auf dem Gedenkstein bei der Nortorfer Kirche.

1848

1846

  • 14. September: An der Volksversammlung in Nortorf, die die Antwort der Holsteiner auf den Offenen Brief Christians VIII. bringen sollte, beteiligten unsere Bauern sich lebhaft. Durch ein Aufgebot von Infanterie und Reitern wurde sie verhindert. Noch am 3. März 1848 waren die Transportkosten für das Militär in Höhe von 204 Mk 6 B und 174 Mk nicht von der Regierung bezahlt. Die Eisenbahngesellschaft drohte mit gerichtlichem Vorgehen, wenn nicht innerhalb von vier Wochen bezahlt wurde.

1831

  • Als 1831 die Cholera unser Land bedrohte, wurden überall Cholerafriedhöfe angelegt. Für Innien befand der sich im „Filo" an der Möreler Grenze. Er brauchte nicht benutzt zu werden, da die Krankheit hier nicht auftrat.

1817

  • In Bünzen waren auf dem Weg nach Ehndorf 25 Tonnen Ackerland vom Flugsand bedeckt, 1847 waren es schon 37 Tonnen. Sie wurden von der Landsteuer befreit, da sie nicht benutzt werden konnten.

1281

  • Das Itzehoer Kloster erhielt 3 Hufen in Innien durch Kauf von dem Lübecker Domcapitel, welche von den Erben des Ritters Iven v. Reventlow dem Capitel vermacht waren.

1140

  • Die erste kirchliche Nachricht über den Aukrug: Erzbischof Adalbert II. hatte das Hamburger Domkapitel erneuert und ihm Einkünfte aus holsteinischen Dörfern, darunter Ennege, Bunzinge und Berchvelde (Innien, Bünzen und Bargfeld), überwiesen.

1128

  • Aus den Lebensdaten des damals berüchtigten Aukrugers Daso von Ennige läßt sich schließen, daß zumindest Innien schon 1128 bestanden hat.

Siehe auch